WKR-Ball von

"Wir sind die neuen Juden"

FPÖ-Chef Strache beklagt sich über Angriffe auf Burschenschafterbuden

WKR-Ball - "Wir sind die neuen Juden" © Bild: Ricardo Herrgott/News

Nach den Protesten gegen den WKR-Ball in Wien ist FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache erneut in die Opferrolle geschlüpft: "Wir sind die neuen Juden", soll sich Strache laut einem Medienbericht zu später Stunde gegenüber Ballgästen beklagt haben. Die Angriffe auf Burschenschafter-Buden vor dem Ball seien "wie die Reichskristallnacht gewesen", so Strache. Klaus Nittmann, Geschäftsführer des FPÖ-Bildungsinstituts, soll noch ergänzt haben: "Unternehmen, die für den Ball arbeiten, bekommen den Judenstern aufgeklebt."

In der FPÖ sieht man die inkriminierten Sager, über die "Der Standard" berichtet hatte, "verzerrt dargestellt". Strache habe lediglich gemeint, dass es "methodisch an die grausamen Berichte über die unselige NS-Zeit erinnere, wenn Studentenhäuser mit Brandsätzen attackiert und Menschen verleumdet, tätlich angegriffen und geradezu gejagt würden", äußert sich Generalsekretär Vilimsky in einer Aussendung. In keiner seiner Aussagen habe Strache das Leid, das den Juden angetan wurde, relativieren wollen, so der FPÖ-General.

Kritik von SP, VP, Grünen und ÖH: "Absurdes Geschichtsbild"
Scharfe Kritik über das Strache zugeschriebene "Neue Juden"-Zitat kommt von SPÖ, Grünen und der Österreichischen HochschulerInnenschaft (ÖH): "Die Vergleiche sind geschmacklos und zeugen vom verfälschten Geschichtsverständnis innerhalb der FPÖ", so das ÖH-Vorsitzteam in einer Aussendung. "Strache verhöhnt die Millionen Opfer des Holocaust sogar am internationalen Gedenktag auf widerwärtigste Art und Weise. Wer solche Aussagen tätigt, ist in einer Demokratie unwählbar."

Strache propagiere ein "absurdes Geschichtsbild", das vor "verharmlosender Relativierung der NS-Gräuel" nur so strotze, meinte Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas am Montag. Die Grüne Klubobfrau Eva Glawischnig zeigte sich zutiefst erschüttert. "Er hat jegliche Legitimation als Politiker verspielt", sagte sie vor Journalisten. Strache sei "für das österreichische Parlament absolut untragbar". Die ÖVP empfiehlt Strache Nachhilfe in Geschichte.

Auch in der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) wertet man den Sager als "ungeheuerliche Provokation". Für Strache könnte die Geschichte auch strafrechtlich heikel werden: Die IKG will der Staatsanwaltschaft eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung wegen Verdachts auf Verstoß gegen das NS-Verbotsgesetz übermitteln und fordert den FPÖ-Chef auf, den Nationalrat um eine Aufhebung seiner Immunität als Abgeordneter zu ersuchen.

Uniform-Verbot: FPÖ-Mandatar droht Strafe
Am Montag wurde zudem bekannt, dass der Besuch des WKR-Balls für den FPÖ-Abgeordneten Elmar Podgorschek Konsequenzen haben könnte: Weil der Hauptmann der Miliz in seiner grauen Ausgehuniform erschienen ist, was von Verteidigungsminister Darabos (S) verboten worden war , droht ihm u.a. eine Verwaltungsstrafe.

Bei den Demonstrationen gegen den WKR-Ball sind am Freitag in Wien 20 Demonstranten festgenommen und neun Personen verletzt worden. An der Kundgebung gegen den Burschenschafterball nahmen nach Polizeiangaben rund 2.500 Personen teil. Die Demo-Organisatoren sprachen von bis zu 10.000 Menschen.

Kommentare

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... und wieder werden ihn viele folgen ... Regelmäßig die Rolle tauschen, vom Angreifer zum Opfer ... beinahe schizophren mutet sein "Spiel" mit Medien und niedrigen Instinkten mittlerweile an.

Eines darf man Strache nicht unterstellen, dass er blöd ist.

Der selbsternannte Messia weiss schon was und wie man sät. Ein bisserl was zurücknehmen, aber der Großteil der Aussage bleibt meist unkommentiert. Man darf also mit Recht meinen, dass Strache eine fast perfekte Kopie von Haider wurde.

Folgt man den Kommentaren der Kroneleser, so hat er bereits wieder ein Klima geschaffen, das für die nächsten Schritte fast schon als Einladung giltt. Verrohung der Sprache, bewußtes Lügen bei Tatsachen ... die rüpelhafte Anhängerschar (ich meine bewußt nicht alle) nimmt dies gerne auf, und macht auch nicht mehr vor gewalttätigen Übergriffen halt.

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Re: ... und wieder werden ihn viele folgen ... ... und wie schon oft zuvor lehnt er sich zurück, und beteuert, dass dies nicht auf seinem Mist gewachsen ist, und er sich davon distanziert.

In Chören rufen dann alle wieder seinen Namen damit er, eingepeitscht auf Grund der Stimmung, wieder eines drauflegt, und so die Hemmschwelle noch weiter tiefer in Grund und Boden treibt.

In einer Zeit, in der die Unzufriedenheit mit unseren politischen Gegnern im Argen liegt, nimmt er sich heraus aus dieser Masse, und stellt sich als Retter dar ... wobei jeder/jedem bewußt sein sollte, dass er um keinen Deut besser als die derzeitigen Regierenden sind.

Ein Umstand, den man gern ein wenig leugnet, bzw. vergisst ...

HCS kann nicht deutlich sagen was er meint. Gestern sagte ein FPÖ-Westenreinwascher, dass Strache es mit dem Sager über die Juden nicht so gemeint hätte, wie es aufgefasst wurde.
Das ist die übliche Taktik der so genannten "Kellernazis", die aber ein Schuss ins eigene Knie ist.
Denn wenn jemand so ein extremer Wirrkopf ist, dass er nicht deutlich sagen kann, was er wirklich meint, dass er sich immer nur missverständlich ausdrücken kann, dann ist es höchste Zeit, dass er schleunigst von der politischen Bühne verschwindet.
Außerdem ist Strache ein Plagiator, denn "wir sind die neuen Juden" hat in ähnlicher Form schon Haider gebraucht. Angeblich ist der geistige Vater der Aussagen und ausgesagten Plagiate von HCS ist ein Maturant namens Kickl. HCS ist offensichtlich nur dessen Papagei mit Schalltrichter.

Strache nicht einmal Matura? Habe ich da richtig gelesen? Strache hat keine Matura? Jetzt wundert mich nichts mehr. Wenn dem so ist, was hat er dann auf dem Ball einer Burschenschaft verloren. Bisher glaubte ich, Burschenschaften seien schlagende Studentenverbindungen. Wie weit muss eine Studentenverbindung sinken, dass sie Mitglieder ohne Matura aufnimmt? Oder sind das nur Untergruppierungen der Partei? Es gibt auch Studenten, die sich in einer schlagenden Verbindung prügeln lassen, nur um später von der "Partei" einen Job zu bekommen. Wieso wandern diese Typen nicht in den Iran aus. Dort könnten sie mit ihrer antijüdischen, sprich antiisraelitischen Gesinnung vielleicht noch landen. Hier in Österreich gehören sie eingesperrt, wenn sie unsere Gesetze verletzen.

RobOtter

Was der HC gelernt hat.... ....ist diese ekeleregende Polemik a la Stalin oder Hitler.

Stalin hat die Deutschen, Polen und Japaner verantwortlich gemacht für eine von ihm herbeigeführte Hungersnot und dann noch tausende Menschen als Verräter umbringen lassen.

Hitler machte die Juden für eine wirtschaftlich katastrophale Zeit verantwortlich

Unser Westentaschenfaschist macht auf seiner Facebookseite alle anderen verantwortlich....

PAstorPeitl melden

Christen: Die neuen Juden Würde die Aussage: "Wir sind die neuen Juden" alleine stehen, so wäre es theologisch für mich sogar noch verständlich gewesen, denn die Urchristen waren wirklich eine jüdische Sekte und Jesus selbst hat klar gesagt: Ich bin zum Haus Juda gekommen.

Erst die Vergleiche mit der Reichskristallnacht hat die Nachricht in die neuere Zeit verfrachtet.

Und da wird es geschmacklos.

Es stellt sich also die Frage, wer ihn nach so einer Aussage noch schützen soll.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen Österreichs (FCÖ)
http://www.bedenklich.at

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Re: Christen: Die neuen Juden Schätzen werden ihn jene denkfaulen Biertischtümpler, die gerne einen Jahrmarktschplärrer zur Unterhaltung hören wollen. Für intelligente Leute ist dieser Dummkopf unakzeptabel.
Strache soll von der politischen Bühne verschwinden, er bringt nur Ärgernisse in die Gesellschaft.

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Gegen Dummheit kämpfen selbst die Götter der Pseudogermanen vergeblich. Wie verblödet muss man sein, um solche Aussagen zu treffen. Man sollte den Paintballspieler auf seine Kosten den versäumten Geschichtsunterricht nachholen lassen. Vielleicht bei dieser Gelegenheit auch noch die Beamtenmatura oder so was ähnliches, damit er das Burschengschaftler-Kappl auch tatsächlich tragen darf.
Wahrscheinlich glaubt er, dass in der Reichskristallnacht im Berghaus am Obersalzberg ein Kristallluster heruntengefallen ist.

christian95 melden

Re: Gegen Dummheit kämpfen selbst die Götter der Pseudogermanen vergeblich. Linke und Rechte provozieren bewußt mit solchen Schlagwörtern! Dabei ist es ihnen völlig egal dass dabei der Ruf Österreichs wieder einmal durch den Dreck gezogen wird.

Beide Seiten beleidigen mit solchen Aktionen die Opfer dieses furchtbaren Regims.

RobOtter
RobOtter melden

@christian95 Du bist doch wirklich das unintelligenteste Lebewesen dass diesen Planeten bevölkern durfte!! Das einzige das Du gelernt hat war schreiben und den Computer aufdrehen! Wenn Du schon hier Kommentare abgeben musst, dass reflektiere einfach mal was "links" und "rechts" ist, woher diese Ausdrücke kommen welche Geschichte speziell seit 1939 dahinter steht und wie die weitere Entwicklung war!

Noch nie in der jüngeren Zeit habe ich gehört, dass die Linken die Geschehnisse jener Zeit in irgendeiner Weise desavouiert hätten.

Der Schwachsinn fällt auch nur Dir ein!

zuzanka
zuzanka melden

ich kann nicht glauben was in Österreich los ist. Es schaut so aus, wie wenn ein Bürgerkrieg vor der Tür stehen würde. Was bedeuten diese Angriffe an Ballbesucher??? Es sind meistens Akademiker, Ärzte und Profesoren, die hier von den Linksradikalen Arbeitslosen angegriffen und belästigt werden. Ich komme mir hier wirklich manchmal vor wie in einem schlechten Traum.

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Re: ich kann nicht glauben Richtiger wäre: es sind häufig Ewiggestrige, Nazikinder und Nazienkel, die die NS-Zeit rückvergolden. Demonstrartionen dagegen verwundern nicht und sind erlaubt, Gewalttätigkeiten für beide Seiten verboten.
Unter den Ballbesuchern sind nicht nur Akademiker, Studenten, sondern auch "Burschenschafter" mit Kappl aber ohne Matura, wie z.B. Strache, sowie harmlose Deutschnationale, die noch in den Ideologischen Ruinen der Vergangenheit wohnen, aber nicht auffallen.
Unter den Demonstranten mögen auch arbeitslose Linke sein, das hat niemand überprüft. Aber die meisten Teilnehmer sind wahrscheinlich ernsthafte Leute, die die Geschichte kennen und und die etwas dagegen haben, dass genau am Gedenktag für Ausschwitz
eine Tanzveranstaltung abhalten.

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Re: ich kann nicht glauben Sorry, habe leider irrtümlich zu früh auf "abschicken" gedrückt, daher Korrektur:

Es sollte heißen: dass genau am Gedenktag für Auschwitz [!] ohne Gespür für die Bedeutung diese Tages, ausgerechnet von "Deutschnationalen" eine Tanzveranstaltung abgehalten wird.

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Re: ich kann nicht glauben Woher wissen Sie, dass es lauter linksradikale Arbeitslose waren, suzilein? Ich habe anderes gelesen:

http://www.taz.de/Korporationsball-Wien/!86583/

"Die Polizei konnte 20 Festnahmen Festnahmen verzeichnen. Darunter befanden sich 9 rechtsradikale Provokateure."

Ignaz-Kutschnberger

Strache und der jüdische Auslandspräsident... Stimmt... und da sich Strache als Jude sieht, schlage ich ihm vor nach Israel auszuwandern und den Herrn Musiker auch gleich dorthin mitzunehmen, weil der ist dort auch bestimmt besser aufgehoben als im fremden Land Österreich!!

Jud Strache Und wieder mal entblödet er sich nicht, derartige Sprüche von sich zu geben, um politisches Kleingeld zu machen. Einmal muss Bruno Kreisky herhalten, wenn er nicht gerade seine Schuldenpolitik anprangert (5% der jetzigen Statsschulden aus SPÖ Alleinregierungszeiten!), dann wieder die Holocaustopfer, wenn sich seine rechten Recken und Gesinnungsfreunde in der Ausübung ihrer "Hobbies" eingeschränkt oder gar bedroht fühlen. Schade, dass es keine Zeitmaschine gibt, manchen sollte man es real vor Augen führen, wie es damals war. Aber wer weiß, vielleicht hätte es HC damals sogar bis zum Blockwart gebracht.....

Der Dalai Lama von Österreich Strache ist der bald der Dalai Lama Österreichs. Verfolgt von den Rot Marxisten und Osmanen bald im bayrischen Exil. Von New York bis Singapur werden jungen Menschen mit Free Austria T- Shirts herumlaufen. Vielleicht bekommt er auch den Friedensnobelpreis für die Idee des gewaltlosen Wiederstandes gegen die große Koalition und die EU.

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