Witwe von NS-Widerstandskämpfer Stauffenberg 93-jährig in Bayern gestorben

Diplomaten-Tochter heiratete mit 20 Stauffenberg Warb für deutsche Verständigung mit US-Soldaten

Die Witwe des von den Nationalsozialisten hingerichteten Offiziers und Widerstandskämpfers Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, ist tot. Sie starb nach Angaben der Familie am Sonntag im unterfränkischen Ort Kirchlauter bei Bamberg im Alter von 93 Jahren. Die gebürtige Freiin von Lerchenfeld war 1913 als Tochter eines Diplomaten zur Welt gekommen. Mit 20 Jahren heiratete sie Stauffenberg.

Die Witwe des von den Nationalsozialisten hingerichteten Offiziers und Widerstandskämpfers Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, ist tot. Sie starb nach Angaben der Familie am Sonntag im unterfränkischen Ort Kirchlauter bei Bamberg im Alter von 93 Jahren. Die gebürtige Freiin von Lerchenfeld war 1913 als Tochter eines Diplomaten zur Welt gekommen. Mit 20 Jahren heiratete sie Stauffenberg.

Stauffenberg brachte beim missglückten Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 die Bombe ins Führerhauptquartier "Wolfsschanze" in Ostpreußen. Diese explodierte zwar, der nationalsozialistische Diktator Adolf Hitler überlebte aber mit leichten Verletzungen. Graf Stauffenberg wurde zusammen mit anderen Beteiligten des Attentats in Berlin festgenommen und standrechtlich erschossen.

Die Nationalsozialisten verhängten eine "Sippenhaft". So wurde die Witwe Stauffenbergs von ihren fünf Kindern getrennt. Später richtete sie ihr zerstörtes Elternhaus in Bamberg wieder auf und setzte sich unter anderem für die Verständigung zwischen Deutschen und den in der Stadt stationierten US-Soldaten ein.
(apa/red)