Wissenswertes rund um den Europarat: Über Gründung und Ideale der Insitution

Österreich 1956 als Mitgliedsland aufgenommen Abseits von Institutionen der Europäischen Union

Mit der Europäischen Union (EU) hat der Europarat nichts zu tun. Der erste Vorläufer der EU, die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, wurde erst 1951 gegründet. Zwar lud ihr geistiger Vater, der französische Außenminister Robert Schuman, alle Mitglieder des Europarats zum Mitmachen ein. Gewinnen ließen sich dafür aber außer Frankreich zunächst nur die Benelux-Staaten, Italien und Deutschland. Die übrigen Mitglieder des Europarats schreckten damals vor einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zurück.

Loser Zusammenschluss
Bis heute ist der Europarat ein weitaus loserer Zusammenschluss als die EU. Neben den 27 EU-Ländern gehören dem Europarat 20 weitere Staaten an, von Russland im Osten bis Island im äußersten Westen des Kontinents. Ihre Kooperation bezieht sich vor allem auf Menschenrechtsfragen und kulturelle Zusammenarbeit.

Wichtigste Errungenschaft
Eine der wichtigsten Errungenschaften des Europarats ist die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und der Grundfreiheiten, die 1950 in Rom unterzeichnet wurde und 1953 in Kraft trat. Zu ihrer Durchsetzung wurde 1959 der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit Sitz in Straßburg eingerichtet, der immer wieder mit dem Europäischen Gerichtshof der EU (EuGH) in Luxemburg verwechselt wird.

(apa/red)