Wissenschafterin des Jahres aus Salzburg:
Allergienforscherin erhält begehrten Preis

Wissenschaftsjournalisten vergeben die Auszeichnung Bemühen um Verbreitung der Forschungsergebnisse

Wissenschafterin des Jahres aus Salzburg:
Allergienforscherin erhält begehrten Preis © Bild: APA/Neumayr

Die aus Brasilien stammende, an der Universität Salzburg tätige Allergieforscherin Fatima Ferreira ist Österreichs "Wissenschafterin des Jahres 2008". Diese Auszeichnung des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten wurde der Leiterin des Christian-Doppler-Labors für Allergiediagnostik und -therapie an der Uni Salzburg in Wien überreicht.

Mit der Auszeichnung wollen die Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten vor allem das Bemühen von Forschern würdigen, ihre Arbeit und ihr Fach einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen und damit das Image der österreichischen Forschung zu heben. Ferreira, die das weltweit erste künstlich hergestellte Allergen (jenes der Birke) mitentwickelt hat, ist die Vermittlung ihrer Forschungstätigkeit ein besonderes Anliegen. So hat sie mit Kollegen von der Uni Salzburg das "Fliegende Immunologische Klassenzimmer" gegründet, um Schülern Wissenschaft näher zu bringen.

Bestätigung für Arbeit
Die Auszeichnung sieht Ferreira als Bestätigung dafür, "dass ich hier am richtigen Platz bin und das Richtige mache". In Österreich fühle sie sich sehr wohl, als Forschungsstandort halte das Land mit anderen Staaten mit, meinte die Preisträgerin bei der Verleihung am Donnerstag in Wien. Hier habe sie eine Heimat gefunden und hier liege auch der Start ihrer Laufbahn als Allergieforscherin. Als ersten und wichtigen Schritt für eine erfolgreiche Integration nannte die Preisträgerin den Aufbau von Netzwerken. Forschung könne nicht alleine betrieben werden.

Die Auszeichnung "Wissenschafter des Jahres" haben bisher u.a. der im vergangenen Jahr verstorbene Literaturwissenschafter Wendelin Schmidt-Dengler (2007), der Philosoph Konrad Paul Liessmann (2006), die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb (2005), der Mathematiker Rudolf Taschner (2004), der Immunologe Josef Penninger (2003) und die Mikrobiologin Renee Schroeder (2002) erhalten.
(apa/red)