Wissen über eigene Gesundheit lückenhaft:
Eigene Krankengeschichte oft "unbekannt"

Nur 1/4 haben Unterlagen zur Krankengeschichte Österreich: Unwissen über Medikamenten-Allergien

Wenn es darum geht, die eigene Gesundheits- oder Krankengeschichte einem Arzt gegenüber darzustellen, dürften die meisten Österreicher ins Stottern geraten: Lediglich ein Viertel kann auf Unterlagen zurückgreifen, die Aufschluss über bisherigen Erkrankungen bzw. Behandlungen geben. Dies ergab eine im Sommer 2007 von der Karmasin Marktforschung durchgeführte Umfrage.

Weitere Ergebnisse unterstreichen die oftmalige Unwissenheit der österreichischen Bevölkerung in punkto Gesundheit: Die Hälfte weiß nicht, ob und auf welche Medikamente sie allergisch reagiert. Mehr als ein Drittel kann die eigene Krankengeschichte nicht lückenlos darstellen. Knappe zwei Drittel der Befragten waren bereits bei sechs oder mehr Ärzten in Behandlung, was diese Aufgabe zusätzlich erschweren kann. Nervenaufreibend dürfte sich die Vorbereitung auf einen Krankenhausaufenthalt oder Arztbesuch für 26 Prozent der Betroffenen gestalten: Sie benötigen mehr als zwei Stunden, um die entsprechenden medizinischen Unterlagen zusammenzusuchen.

Auftraggeber der Umfrage war die InterComponentWare AG (ICW), Anbieter von elektronischen Lösungen im Gesundheitsbereich. Als Alternative, mit der die momentanen Missstände reduzieren werden könnten, bringt ICW in Österreich die "LifeSensor"-Akte auf den Markt, deren Verwender rund um die Uhr online auf ihre Gesundheitsdaten zugreifen können. Dabei bestimmt der Akten-Besitzer selbst, welche Informationen eingetragen werden und wer zum Eintrag berechtigt ist. (apa)