Volkswirtschaft 2013 von

Österreicher zuversichtlich

Blicken trotz Wirtschaftskrise optimistisch ins Jahr 2013. Bauen auf Tourismus.

Volkswirtschaft 2013 - Österreicher zuversichtlich © Bild: © Corbis.

Der steigenden Arbeitslosigkeit und dem europaweitem Ringen um die Stabilität des Euro zum Trotz ist die Stimmungslage in der heimischen Bevölkerung für 2013 überwiegend positiv. 62 Prozent blicken einer Umfrage vom Dezember zufolge optimistisch und zuversichtlich auf 2013, berichtete der Vorstand des Meinungsforschungsinstituts markit, David Pfarrhofer, beim Neujahrsempfang der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich. Als wirtschaftlich weiterhin starke Branche wird der Tourismus eingeschätzt.

"Obwohl wir in den Medien viel über Wirtschaftskrise lesen, ist der Österreicher grundsätzlich optimistisch - insbesondere gilt das für die Jungen", so der Meinungsforscher. Bei den Unter-30-Jährigen sind sogar 78 Prozent voller Optimismus.

Für 2013 überwiegt die Hoffnung auf wirtschaftliche Stabilität. Fast zwei Drittel aller Befragten (63 Prozent) erwarten, dass die wirtschaftliche Entwicklung so bleibt wie zuletzt, rechnen aber auch mit keinen großen Sprüngen nach oben. Nur 13 Prozent meinen, dass es heuer bergauf geht. Rund ein Viertel ist skeptisch gestimmt.

Die Konjunktur für den Tourismus wird als gut eingeschätzt. Für den Sommer- und Städtetourismus wird mit einer steigenden Nachfrage gerechnet, der Wintertourismus soll konstant bleiben.

Konkret meinen 40 Prozent der Bevölkerung, dass es mit dem Sommertourismus in den Bergen bzw. an den Seen aufwärtsgeht, 51 Prozent rechnen mit einer unveränderten Entwicklung. Folglich sehen 91 Prozent keine Verschlechterung und nur 9 Prozent erwarten einen Abschwung.

Eine konstante bzw. bessere Entwicklung für den Wintertourismus erwarten immerhin 78 Prozent - mehr als die Hälfte davon (55 Prozent) sehen eine stabile Entwicklung, fast ein Viertel rechnet mit einem Aufwärtstrend.

Einen Winterurlaub plant im heurigen Jahr allerdings nur ein gutes Viertel der Befragten (28 Prozent), der überwiegende Rest hat diesbezüglich noch keine Pläne. Zum einen spiele dabei die Höhe des Einkommens eine Rolle, zum andern könnten viele einfach nicht mehr Ski fahren. "Wenn die heutigen Jungen nicht Ski fahren lernen, werden wir das in 20 Jahren noch spüren", so Pfarrhofer.

In der laufenden Wintersaison 2012/13 sei die Buchungslage gut, berichtete der Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner. Der frühe Ostertermin (Ende März) komme vor allem auch den kleinen Skigebieten zugute.

Fast ein Drittel der Befragten (30 Prozent) will heuer angesichts der Wirtschaftskrise "eher schon etwas sparsamer sein", sagte Pfarrhofer. Doch von den Sparern schaffe es nur etwas mehr als der Hälfte (60 Prozent), das Urlaubsbudget dann auch tatsächlich einzuhalten; 38 Prozent sagen, sie geben dann doch öfters mehr aus. als ursprünglich geplant.

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