Wirtschaft von

Windige Geschäfte

Markus R. Leeb über die Schattenseiten der Energiewende

Das Wort Energiewende werden wir bis zur Nationalratswahl noch sehr oft hören. Der Gedanke, dass wir unsere Energie sauber aus Sonne, Wind und Wasser beziehen, ist verlockend. In Wahrheit zu verlockend. Die erneuerbaren Energieformen rechnen sich nur mit geförderten Tarifen. Sie, ich, jeder Strombezieher bezahlt ein wenig mehr, damit Windräder, Photovoltaikanlagen, etc. Gewinn abwerfen.

Die Regulierungsbehörde E-Control schätzt den jährlichen Mehraufwand pro österreichischem Haushalt auf derzeit 50 Euro. In Deutschland sind es hingegen bereits 200 Euro. Gegen Mehraufwand für mehr Sauberkeit ist nichts zu sagen. Wenn geförderte Tarife aber aus an sich unwirtschaftlichen Energieformen ein gutes Geschäft machen, ist das Ziel verfehlt.

Sie errichten ein Windrad und bekommen dafür einen Kredit der Europäischen Investitionsbank, also einen staatlichen EU-Kredit. Der Staat garantiert Ihnen über fixe Einspeisetarife die Abnahme. Wo ist dabei das unternehmerische Risiko? Immerhin können Sie auf Ihr eingesetztes Kapital mehr als zehn Prozent an Zinsen im Jahr erzielen – wenn Sie zu den Leuten mit entsprechendem Kapital gehören. Normalbürger bekommen drei bis vier Prozent für eine Investition in ein „Bürgersolarkraftwerk“. Erinnern Sie sich daran, wenn ein wahlkämpfender Politiker von Energiewende spricht.

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