Wirtschaft von

Manager in Politik

Markus R. Leeb über das Engagement des Selfmademilliardärs.

Wirtschaft - Manager in Politik © Bild: NEWS

Zeitweise meint man, Politik und Wirtschaft seien zwei unterschiedliche Planeten: die eine von Kompromissen getrieben, die andere den kompromisslosen Erfolgen nachlaufend. Umso spannender finde ich es, wenn diese Welten aufeinandertreffen – und damit meine ich nicht nur das Interview auf den Folgeseiten.

Es amüsiert mich geradezu, mit welchem Argwohn das politische Engagement von Frank Stronach gesehen wird. Man beobachtet, wer ihn berät, welche Richtung die Oberhand gewinnt und vor allem, wem er Stimmen wegnehmen könnte. Dabei sollten wir froh sein über jeden frischen Wind in unserer demokratischen Republik.

Wer sich in der Wirtschaft so bewährt hat wie Stronach, der ist durch Stahlbäder gegangen. Wenn ein Selfmademann Geld in die Hand nimmt, um die Demokratie zu verbessern, halte ich es für gut angelegt. Ich begrüße es, wenn sich kluge Köpfe wie Unternehmer und Topmanager politisch engagieren.

Sie dürfen auch scheitern und lernen. Im Endeffekt gilt das Gesetz der Wirtschaft: Konkurrenz belebt das Geschäft. Auch die etablierten Kräfte werden sich mehr anstrengen müssen, werden ihr Angebot verbessern und nachschärfen. Und ich als Wähler habe vielleicht die Auswahl unter den Besten und muss nicht das geringere Übel wählen.