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Es gibt immer weniger Kärntner

Markus R. Leeb über die Landflucht und den Mangel an guten Jobs

Markus R. Leeb Porträt © Bild: News

Wenn das keine Schreckensmeldung ist: Es gibt immer weniger Kärntner. Nein, das ist kein Scherz, sondern durch eine Studie des IHS Kärnten bzw. von Professoren der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wissenschaftlich untermauert. „Kärnten ist das einzige Bundesland, das bereits gegenwärtig mit einer stagnierenden Bevölkerungsentwicklung konfrontiert ist“, stellen die Studienautoren nüchtern fest.

Bis zum Jahr 2030 werden die Kärntner, die arbeiten und Geld verdienen, deutlich weniger, etwa um acht Prozent. Dann werden, so Studienautorin Birgit Aigner- Walder, gut 43.000 Arbeitskräfte fehlen. Und wer meint, dass es im Süden an hochgebildeten Geistern mangelt, hat Recht: Im Jahr 2030 werden es 17.200 Akademiker sein, die in Kärnten fehlen werden.

Diese Entwicklung wird Experten zufolge ganz Österreich treffen. In Kärnten ist es nur schon früher so weit. Das Land, in dem die öffentliche Hand und die Landeskrankenanstalten zu den größten Arbeitgebern zählen, hat ein Problem. Jahrelang wurde abgewirtschaftet. Nun muss das landschaftlich schönste Bundesland als wirtschaftlich schlechtes Beispiel dienen. Bleibt noch die Überalterung: Kärnten ist das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Personen über 64 Jahren. Das wundert mich nicht. Als Pensionist möchte ich selbst zurück und die Ruhe dort genießen

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