Wirtschaft wuchs im 1. Quartal um 0,6 %: Auftrieb durch vermehrte Investitionen

3 % Jahreswachstum - Exporte & Importe nahmen zu Privater Konsum hat sich hingegen kaum verstärkt

Österreichs Wirtschaft ist im ersten Quartal 2006 gegenüber dem Vorquartal real und saisonbereinigt um 0,6 Prozent gewachsen nach 0,7 Prozent im vierten Quartal 2005. Im Jahresabstand betrug das Wachstum 3 Prozent. Es standen allerdings zwei Arbeitstage mehr zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund der internationalen Konjunkturbelebung haben sich Industrie und Exporte dynamisch entwickelt, die Anzeichen für eine Belebung der Investitionen nehmen zu. Der private Konsum stabilisierte sich, teilte das Wifo weiter mit.

Kräftige Impulse kamen laut den Wirtschaftsforschern erneut von der Sachgütererzeugung (+0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal), wenn auch etwas schwächer als in der Vorperiode (real +1,3 Prozent). Die Exportkonjunktur gewann im 1. Quartal merklich an Schwung: Die Zunahme der Exporte i. w. S. verstärkte sich gegenüber der Vorperiode kräftig (real +1,8 Prozent, 4. Quartal +1,3 Prozent), vor allem der Warenexport entwickelte sich sehr dynamisch (+1,9 Prozent). Auch die Importe i. w. S. nahmen deutlich zu (+1,7Prozent).

Das reale Wachstum des privaten Konsums verstärkte sich hingegen kaum, es betrug wie in den letzten vier Quartalen 0,5 Prozent. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich die Zuwachsrate aber auf 2 Prozent. Günstig entwickelten sich die Investitionen: Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen gegenüber der Vorperiode real um 0,9 Prozent, nachdem in den vorangegangenen Quartalen unterdurchschnittliche Werte verzeichnet worden waren. Die Nachfrage nach Ausrüstungsinvestitionen wurde um 0,7 Prozent gesteigert.

(apa/red)