Wird Spritze gegen Aids bald Wirklichkeit? Forscher feiern phänomenalen Durchbruch!

Impfung senkt Ansteckungsgefahr um 31,2 Prozent Neue Hoffnung auf einen hocheffektiven HIV-Imfstoff

Wird Spritze gegen Aids bald Wirklichkeit? Forscher feiern phänomenalen Durchbruch!

2009 wurde der bisher größte Durchbruch im Kampf gegen Aids erzielt. Forscher entwickelten einen Impfstoff, der das Risiko, sich mit dem HI-Virus anzustecken, um 31 Prozent verringert. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ein erster handfester Beweis dafür, dass ein Impfstoff eine Infektion tatsächlich verhindern kann.

Die Forscher melden einen ersten echten Erfolg bei der Entwicklung von Aids-Impfstoffen. Eine Studie mit 16.000 Teilnehmern belegte erstmals, dass ein Impfstoff eine HIV-Infektion bei Erwachsenen verhindern könnte, so die Weltgesundheitsorganisation WHO und das UN-Aidsprogramm UNAIDS.

Ansteckungsrisiko um ein Drittel geringer
Jeden Tag stecken sich rund 7.500 Menschen neu mit dem Aids-Erreger HIV an. Nach Angaben des Herstellers Sanofi-Pasteur in Lyon gab es mit dem Impfstoff 31,2 Prozent weniger HIV-Infektionen als mit einem Scheinimpfstoff (Placebo). Der Rückgang der HIV-Infektionen durch den Impfstoff ist zwar nur moderat, aber statistisch deutlich, sagt Michel DeWilde von Sanofi-Pasteur mit Verweis auf die Bedeutung: "Das ist der erste konkrete Hinweis seit der Entdeckung des Virus 1983, dass ein Impfstoff gegen HIV irgendwann einmal realisierbar wird."

Jeden Tag stecken sich rund 7.500 Menschen neu mit dem Aids-Erreger an. Der Rückgang der HIV-Infektionen durch den Impfstoff um 31 Prozent ist zwar nur moderat, aber statistisch deutlich, sagt Michel DeWilde von der Herstellerfirma Sanofi-Pasteur mit Verweis auf die Bedeutung des Ergebnisses: "Das ist der erste konkrete Hinweis seit der Entdeckung des Virus 1983, dass ein Impfstoff gegen HIV irgendwann einmal realisierbar wird."

Impfstoff-Kombination
Verwendet wurde eine Kombination aus zwei Impfstoffen, die sich gegenseitig verstärken. ALVAC vom französischen Konzern Sanofi-Aventis und AIDSVAX der Firma VaxGen. ALVAC verwendet einen veränderten Vogelvirus, mit dem synthetische Versionen von drei HIV-Genen in den Körper gelangen. AIDSVAX verwendet die synthetische Version eines Proteins auf der Oberfläche des HI-Virus. Keines der beiden Mittel alleine konnte Aids-Infektionen verhindern.

Erster HIV-Impfstoff, der vorbeugt
"Das Ergebnis ist ein Durchbruch in der Entwicklung von Aids-Impfstoffen, weil es das erste Mal ist, dass ein HIV-Impfstoff vorbeugend wirkt", sagt Withaya Kaewparadai, der Gesundheitsminister von Thailand, wo der Impftest - mit 16.000 Teilnehmern der bisher weltgrößte, wohlgemerkt - durchgeführt wurde. Anthony Fauci vom Nationalen Institut für Allergie und Infektionskrankheiten der USA mahnt, dass das Ende des Weges noch nicht erreicht ist. Es gibt aber Anlass zu vorsichtigem Optimismus, dass man das Resultat noch verbessern und einen noch effektiveren Impfstoff entwickeln kann. (apa/vk)