Wird Folter an US-Militärschule gelehrt? 11.000 Demonstranten fordern Schließung

Vor allem lateinamerikanische Soldaten ausgebildet Absolventen waren an Putsch 1973 in Chile beteiligt

Wird Folter an US-Militärschule gelehrt? 11.000 Demonstranten fordern Schließung

Mindestens 11.000 Demonstranten haben die Schließung einer US-Militärschule gefordert, die Kritikern zufolge lateinamerikanische Soldaten in Foltertechniken unterrichtet. An den Protesten nahe dem Western Hemisphere Institute for Security Cooperation im Bundesstaat Georgia nahm auch der demokratische Präsidentschaftskandidat Dennis Kucinich teil.

"Jahrzehntelang haben Leute, die hier ausgebildet wurden, Hunderte, wenn nicht tausende Menschen gefoltert und ermordet", sagte Bob Goodman von der Organisation Georgia Coalition for Peace and Justice. Absolventen der Schule seien auch an dem Putsch in Chile 1973 und an der daran anschließenden Unterdrückung von Gegnern der Militärdiktatur beteiligt gewesen.

Ein Sprecher des Instituts wies die Vorwürfe zurück. Die Schule müsse die Regeln der US-Armee einhalten. Der Internetseite der früher "School of the Americas" genannten Einrichtung zufolge werden dort auch Kurse zu Demokratie, Ethik und Menschenrechte angeboten.

(apa/red)