Wird die Epidemie doch eine Pandemie?
WHO zieht höchste Warnstufe in Erwägung

Keine Entwarnung trotz rückläufiger Sterlichkeitsrate Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf 26 gestiegen

Im Kampf gegen die Schweinegrippe erwägt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) offenbar eine Anhebung der Pandemie-Warnstufe von derzeit 5 auf die höchste Alarmstufe 6. Diese bedeute nicht zwangsläufig, dass alle Länder betroffen seien und viele Menschen sterben müssten, sagte WHO-Chefin Chan. UN-Generalsekretär Ban erklärte jedoch, die WHO habe ihm versichert, Stufe 6 stehe nicht kurz bevor.

Der derzeitige scheinbare Rückgang der Sterblichkeitsrate bedeute nicht, dass die Grippewelle zu Ende gehe, sagte Chan. Eine zweite Grippewelle könne jederzeit "mit aller Macht" zuschlagen. Unterdessen versuchte die mexikanische Regierung am Montag zu beruhigen: "Wir haben das Virus erfolgreich zurückgedrängt oder zumindest seine Ausbreitung verlangsamt, weil unsere Maßnahmen richtig waren", betonte Präsident. Die Epidemie sei im Abklingen, so Gesundheitsminister Jose Angel Cordova.

Die Zahl der nachgewiesenen Todesopfer erhöhte sich auf 26, bis auf ein Kind in den USA starben alle in Mexiko. Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen in dem mittelamerikanischen Land stieg auf 590, weltweit gibt es bisher rund 1.000 Betroffene. In der EU bzw. den EFTA-Ländern gibt es offiziell 79 Betroffene, rund die Hälfte sind Spanier. In Österreich wird ein vager Verdachtsfall noch untersucht, 23 der bisher überprüften 24 potenziellen Erkrankten waren eindeutig negativ. Die Vorbereitungen für eine eventuelle Impfstoff-Produktion gegen den Erreger laufen weiter.
(apa/red)