Wirbel wegen Stilllegung der Akademie: Lagerkampf bei Freiheitlichen ausgebrochen

Ex-FP-General Klement ruft Partei zu Einheit auf Bisheriger Akademie-Präsident Stadler "überrascht"

Die Stilllegung der bisherigen Freiheitlichen Akademie hat zu einem Lagerkampf in der FPÖ geführt. In der "ZiB 2" hatte sich der bisherige Präsident Stadler überrascht gezeigt und erklärt, dass er deshalb die neuen Bildungseinrichtung nicht mehr führen wolle. Der geschäftsführende Kärntner FPÖ-Obmann, Klement, rief zur Einheit auf und erklärte außerdem, dass er nicht mehr FPÖ-Generalsekretär sei.

"Ich habe gestern mit Erstaunen gehört, dass bereits vor mehreren Wochen eine neue Akademie gegründet wurde und dass diese Akademie in Zukunft die Aufgaben der bisherigen Freiheitlichen Akademie, die ja ein sehr traditionsreiches Unternehmen ist, übernehmen soll", hatte Stadler im "ZiB 2"-Interview gesagt. Dies habe er so zur Kenntnis zu nehmen, meinte er weiter.

"Die Freiheitliche Akademie hat bis dato exzellent funktioniert", so Klement gegenüber der APA. Es habe beste Kontakte bis ins Ausland gegeben, Stadler habe seine Arbeit hervorragend gemacht. Auch kann sich Klement niemand anderen für eine solche Aufgabe vorstellen. Er appellierte an Stadler, wie an FPÖ-Chef Strache, jeden Punkt, der zu einem "Auseinanderleben" führe, zu beseitigen.

Die Leitung der neuen Bildungseinrichtung soll nun Volksanwalt Kabas übernehmen. Strache hatte noch am Mittwoch betont, dass Stadler die erste Wahl für diese Aufgabe gewesen sei, dieser aber abgewinkt hätte. Unter FPÖ-Funktionären kolportiert wird, dass Generalsekretär Kickl einen internen Machtkampf gegen Stadler führe. Kickl hatte einen Monat nach der Nationalratswahl seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Freiheitlichen Akademie beendet - nicht freiwillig, wie es heißt.

Klement sagte im APA-Gespräch außerdem, dass er nicht mehr FPÖ- Generalsekretär sei. Er hatte bereits im November, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt seinen Rückzug von dieser Funktion erklärt.

(apa)