"Wir gewinnen mit jedem Tag mehr an Kraft": NEWS über die Pläne von Hillary Clinton

Image: 41% der Amerikaner mögen Hillary nicht Eine Frau bald als Oberbefehlshaber der Armee?

"Wir gewinnen mit jedem Tag mehr an Kraft": NEWS über die Pläne von Hillary Clinton

Außer dass sie Frauen sind, haben Hillary Clinton und Ségolène Royal rein gar nichts gemeinsam. Howard Wolfson, Clintons Kommunikationschef, geht blitzschnell auf Distanz zur geschlagenen französischen Präsidentschaftskandidatin. Während Clinton derzeit auch erfolgreich auf den Frauenfaktor beim Werben neuer Wahlspenderinnen setzt, scheiterte Royal auch daran, dass noch mehr Frauen als Männer für den konservativen Hardliner Nicolas Sarkozy stimmten.

Eilig betont Howard Wolfson auch, dass in Meinungsumfragen Frankreichs Frauen betont hätten, dass sie viel lieber ein echtes politisches Kaliber wie Hillary als Kandidatin gesehen hätten.

Frauen an die Spitze
"Das französische Ergebnis ist eine wichtige Lektion: Wenn eine Frau antritt, dann muss sie sehr genau wissen, wovon sie spricht. Royal hatte zu wenig Kompetenz gezeigt", so Marie Wilson, die seit Jahren als Leiterin des "White House Project" dafür wirbt, dass in den USA endlich eine Frau an die Macht kommt.

Atombomben und Seidenblusen
Und die Chancen stehen für Hillary Clinton trotz heftiger parteiinterner Konkurrenz durch Neo-Superstar Barack Obama sehr gut: Laut jüngsten Umfragen der einflussreichen Experten der Quinnipiac University würde sie derzeit mit 32 Prozent die Kandidaten-Kür der Demokraten gewinnen.
Unter demokratischen Frauen kann Hillary Clinton - anders als Royal unter den Sozialistinnen - sogar mit einer signifikant höheren Zustimmung von vierzig Prozent rechnen. Die legendären Politberater Clintons, Mark Penn and James Carville, schwärmen deshalb bereits jetzt von einem zu erwartenden "x factor" der Wählerinnenzustimmung.

Steile Wege
Hillary Clinton muss aber noch gewaltige Klippen umschiffen, ehe sie im Jänner 2009 zur ersten Präsidentin der USA angelobt werden kann. Die Krux liegt im Wesen des Amtes. Die enorme Machtfülle an der Spitze der einzigen echten Supermacht der Welt, als Oberbefehlshaber der Armee und auch der Atomwaffen suggeriert die US-Präsidenten-Rolle ein männlich dominiertes Kämpferimage.

Polarisierende First Lady
Mit Hillary Clinton könnte dieser Bann gebrochen werden. Zuvor muss sie sich aber gegen Barack Obama behaupten, der so wie sie politisches Neuland erobern möchte: Er wäre der erste schwarze Präsident der USA. 41 Prozent der Amerikaner mögen die ehemalige First Lady aber einfach nicht. Dies bedeutet, dass es für Hillary schwierig wird, das wertvolle Wählerpotenzial der Unabhängigen (derzeit ein Fünftel) für sich zu gewinnen.

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen NEWS 19/2007