"Wir lassen uns nicht einschüchtern": Premier Brown geht von langfristiger Gefährdung aus

Premier: Terroristen wollten möglichst viele töten Bevölkerung mit verstärkten Kontrollen konfrontiert

"Wir lassen uns nicht einschüchtern": Premier Brown geht von langfristiger Gefährdung aus

Mit den versuchten Autobombenanschlägen in London und Glasgow wollten terroristische Attentäter nach den Worten des britischen Premierministers Gordon Brown möglichst viele Menschen töten und erhebliche Zerstörungen anrichten. Es sei klar, dass Großbritannien mit Leuten konfrontiert sei, die Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida hätten, sagte Brown in einem Interview des Senders BBC.

"Wir haben es dabei mit einer langfristigen Gefährdung zu tun, die nicht in den nächsten Wochen oder Monaten verschwinden wird", erklärte Brown. "Wir müssen dagegen auf vielfältige Weise ankämpfen - militärisch, durch Sicherheitsmaßnahmen, mit der Polizei und dem Geheimdienst, aber auch, indem wir einen Kampf um die Köpfe und Herzen führen."

"Wir lassen uns nicht einschüchtern"
Nur ein sehr kleiner Teil der Muslime sei extremistisch und pervertiere die islamische Religion durch die Anwendung von Gewalt mit dem Ziel, Massen von Menschen zu töten. Die Antwort der britischen Bevölkerung darauf müsse lauten: "Wir beugen uns nicht, wir lassen uns nicht einschüchtern und wir erlauben es niemandem, die britische Lebensweise zu untergraben."

Zusätzliche Sicherheitskontrollen
Nach der Ausrufung der höchsten Terrorwarnstufe müsse die Bevölkerung sich nun auf zusätzliche Sicherheitskontrollen an Flughäfen sowie auf die Durchsuchung von Autos einstellen, sagt Brown. Angesichts der Gefahr weiterer Versuche von Anschlägen mit Autobomben sei dies unvermeidbar.

Fischer: Terror keinen Triumph gönnen
Bundespräsident Heinz Fischer hat angesichts des Terrors in Großbritannien davor gewarnt, Freiheitsrechte zu opfern und damit dem Terroristen einen Triumph zu gönnen. Gleichzeitig plädierte das Staatsoberhaupt in der ORF-"Pressestunde" dafür, vernünftige Vorkehrungen zu treffen und die Sicherheitsstandards zu verbessern. Dass das Gleichgewicht zwischen vorbeugenden Maßnahmen und Aufrechterhaltung der demokratischen Prinzipien aufrecht bleibe, liege an den Höchstgerichten.

(apa/red)