"Wir sind keine Kopfgeldjäger": Polizei
schießt sich auf die Innenministerin ein

Schlug Prämien für erfolgreiche Dienststellen vor Kritik auch an der Aufteilung von Jung-Polizisten<br>IHRE MEINUNG zur aktuellen Sicherheitsdebatte

"Wir sind keine Kopfgeldjäger": Polizei
schießt sich auf die Innenministerin ein © Bild: APA/Schlager

Kritik an Innenministerin Fekter kam einmal mehr von der Personalvertretung der Wiener Polizei: "Wir sind nicht Kopfgeldjäger und werden es trotz des Wunsches von Ministerin Fekter nie werden", sagte der Vorsitzende der Personalvertretung, Harald Segall. Die Ministerin hatte unter anderem Prämien und mehr Personal für erfolgreiche Dienststellen in Aussicht gestellt.

"Die Ankündigung, dass die Innenministerin die Wiener Polizei um 450 Beamten aufstocken will, ist zwar löblich, allerdings noch lange nicht Tatsache", sagte Segall. "Mich verwundert, dass die Innenministerin so tut, als wären die versprochenen zusätzlichen Polizisten schon verfügbar. Tatsache ist, dass gerade die ersten 50 mit ihrer zweijährigen Ausbildung begonnen haben. Die restlichen zusätzlichen 400 Beamten wurden noch nicht einmal gefunden und müssen dann noch zwei Jahre ausgebildet werden."

Personalaufteilung nicht nach "good will"
Auch an der geplanten Aufteilung der Jung-Polizisten - laut Fekter-Sprecher Martin Brandstötter sollen erfolgreiche Dienststellen mehr Personal bekommen - stößt sich Segall: Es könne nicht sein, dass die Aufteilung der Beamten nach "good will" stattfindet. "Wir brauchen die Polizisten dort, wo die Kriminalität ist und nicht dort wo es sich die Ministerin oder möglicherweise ihr Einflüsterer einbilden."

Fekter-Rücktritt gefordert
Die Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher (AUF) forderte unterdessen Fekters Rücktritt. "Es kann nicht die Lösung des Problems sein, die Polizei untereinander bzw. gegeneinander auszuspielen bzw. zu vergleichen oder gar brave Polizisten mit Prämien zu belohnen", hieß es seitens der AUF.

(apa/red)

Kommentare

Fekter ist der Aufgabe offensichtlich nicht gewachsen. Frau Fekter ist bereits mehrmals durch unqualifizierte
Äußerungen aufgefallen (z.B. das bekannte Märchen vom abgelehnten Personenschutz). Nun hat sie betreffend Kriminalstatistik offensichtlich wieder Unsinn geäußert, wie die Polizei plausibel begründet und kritisiert hat. Perterer und Purger (SN) haben wahrscheinlich recht, wenn sie unlängst geschrieben haben, dass in der Regel nur Leute der zweiten oder dritten (Qualifikations-) Garnitur in die Regierung kommen. Fekter ist anscheinend eine Fehlbesetzung.

\"Wir sind keine Kopfgeldjäger\" ..aber Herr Harald Segall,
Sie werden sich doch nicht wirklich auf die Innenministerin einschießen!!!
Wenn das Ihr O-Ton ist und das nehme ich an, dabei von ihrem Einflüsterer sprechen, eine derart frontale, herabwürdigende, unqualifiziert freche Äußerung sollten Sie nicht wählen!
Mit freundlichen Grüßen

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