"Wir dürfen nur nicht den Kopf verlieren":
Abwehrschlacht gegen die Färöer erwartet

György Garics: "Egal wie, drei Punkte müssen her" Rapids Drazan fällt für beide Quali-Spiele verletzt aus

"Wir dürfen nur nicht den Kopf verlieren":
Abwehrschlacht gegen die Färöer erwartet © Bild: APA/Hochmuth

Österreichs Nationalteam stellt sich heute auf ein fußballerisches Abwehrgefecht der Gäste von den Färöern ein. "Die Färöer werden sich hinten reinstellen, kämpfen und auf Konter lauern. Je länger es 0:0 steht, umso schwieriger wird es. Aber wir müssen Ruhe bewahren und dürfen nur nicht den Kopf verlieren", meinte Außenverteidiger György Garics vor der Partie der WM-Qualifikation in Graz.

Dass nach 90 Minuten ein Sieg herauskommen muss, steht auch für den 22-fachen Teamspieler und Atalanta-Bergamo-Legionär außer Frage. "Egal wie, drei Punkte müssen her. Wir müssen unbedingt gewinnen", betonte Garics, der wohl als rechter Verteidiger fungieren wird. Auf der linken Abwehrseite dürfte Christian Fuchs zum Einsatz kommen. Auch der Deutschland-Export ist sich sicher, dass die Färöer kräftig Beton anmischen werden. "Sie werden ein Bollwerk um ihren Strafraum aufziehen, das sehr schwer zu knacken sein wird", weiß Fuchs.

Deshalb müsse das ÖFB-Team die Eins-gegen-eins-Situationen suchen und für sich entscheiden, um so in den Strafraum der Nordeuropäer vordringen zu können. Fuchs glaubt, dass man die Färinger mit einem kraftraubenden Spielstil zermürben kann. "Irgendwann werden bei ihnen die Kräfte nachlassen. Dann werden sich Räume ergeben und die müssen wir dann ausnützen."

Kandidaten für Kapitänsamt
Fuchs und Garics sind auch zwei Kandidaten für das Amt des Kapitäns, diese Entscheidung hat Teamchef Dietmar Constantini nach wie vor nicht getroffen. "Die Kapitänsbinde ist kein wichtiges Thema bei uns. Wenn ich's werden würde, wäre es super. Wenn nicht, auch kein Problem", erklärte Fuchs, der aktuell beim VfL Bochum seinen Stammplatz verloren hat.

Im Nationalteam zählt Fuchs trotz seines jungen Alters (23) zu den Kickern mit den meisten Länderspielen auf dem Buckel, gemeinsam mit Christoph Leitgeb und Paul Scharner führt er diese Rangliste mit 25 Länderspielen an. "Eine gewisse Aufgabe ist das sicher. Ich probiere schon, die Leute mit verbaler Präsenz am Platz zu dirigieren. Aber das muss sich jeder Spieler zutrauen. Auch ein 18-Jähriger kann einem 30-Jährigen seine Meinung sagen."

Wallner erfeut über Nominierung
Sehr gefreut über seine Nachnominierung für den verletzten Rubin Okotie hat sich Roman Wallner, der derzeit in der Liga mit dem LASK ein Offensivfeuerwerk nach dem anderen zündet. "Vor einem Jahr bin ich sportlich sehr weit unten gewesen. Da hätte ich mir niemals erträumt, irgendwann wieder zum Nationalteam zu gehören. Aber ich habe mich nicht hängen gelassen und auch das nötige Glück gehabt", erklärte Wallner, der mit Marc Janko, Erwin Hoffer und Stefan Maierhofer um einen Platz im Zweimann-Sturm des Teamchefs für Samstag kämpft.

Drazan fällt verletzt aus
Österreich muss in den kommenden beiden Spielen der WM-Qualifikation gegen die Färöer und Rumänien auf Christopher Drazan verzichten. Der 18-jährige Mittelfeldspieler von Rapid hat sich beim ÖFB-Training in Bad Tatzmannsdorf ohne Fremdeinwirkung beim Schlagen einer Flanke einen Teilriss der linken äußeren Sprunggelenksbänder zugezogen.

An Drazan wurde im Röntgeninstitut in Operpullendorf eine Magnetresonanztomographie durchgeführt, dabei wurde die Erstdiagnose von ÖFB-Teamarzt Ernst Schopp zum Leidwesen des Jung-Teamspielers bestätigt. Wie lange Drazan ausfällt, wird erst in den kommenden Tagen abzuschätzen sein.

In Absprache mit Rapid-Trainer Peter Pacult wird Drazan vorerst im Teamcamp im Burgenland bleiben und dort mehrmals täglich von der medizinischen ÖFB-Abteilung behandelt werden. Teamchef Dietmar Constantini wird keinen Spieler für Drazan nachnominieren.

(apa/red)