"Wir werden Hapoel nicht unterschätzen":
Helge Payer warnt vor Stärke von Tel Aviv

Tel Aviv nächste Hürde für Wiener in Europa League Goalie: "Mannschaft hungriger als vor vier Jahren"

"Wir werden Hapoel nicht unterschätzen":
Helge Payer warnt vor Stärke von Tel Aviv © Bild: APA/Neubauer

Ein bisschen fühlt sich Rapid-Goalie Helge Payer derzeit an die Zeit vor vier Jahren erinnert. Damals schafften die Hütteldorfer den Einzug in die Champions League und entfachten eine ähnliche Begeisterung, wie sie heute rund um die Grün-Weißen herrscht - mit einem Unterschied: Aus der Eliteliga nahm Rapid ohne einen einzigen Punkt Abschied, vor dem Europa-League-Match gegen Hapoel Tel Aviv hingegen hat die Truppe von Peter Pacult blendende Aufstiegschancen.

"Man muss aber schon sagen, dass wir damals in der Champions League mit Juventus, Bayern und Brügge auch andere Kaliber gehabt haben", betonte Payer. Dennoch resultieren für den ÖFB-Teamtormann die vier Punkte aus den bisherigen zwei Partien nicht nur aus der geringeren Qualität der Gegner. "In der Champions League waren wir als Mannschaft noch nicht gefestigt. Ich weiß auch nicht, ob wir jetzt besser sind als damals, aber wir sind auf alle Fälle hungriger", erklärte der Oberösterreicher.

Vergleichbar sind für Payer die Begleitumstände der beiden Hochphasen. "Als wir in der Champions League gespielt haben, war die Euphorie ähnlich. Nur ist seither das Fan-Potenzial weiter gestiegen, weil so gute Arbeit im Umfeld geleistet wird."

"Genauso gut wie HSV und Celtic"
Mit einem Punktgewinn im Bloomfield Stadium von Tel Aviv soll die Begeisterung noch einmal gesteigert werden. Allerdings wartet auf Rapid nur der vom Namen her schwächste Gegner, denn die Israelis zeigten beim 2:1 daheim gegen Celtic und beim 2:4 auswärts gegen den HSV, dass sie ein ernsthafter Anwärter auf die beiden Aufstiegsplätze sind. "Wir wissen, dass sie genauso gut sind wie der HSV und Celtic", sagte Payer.

Rapid werde sicher nicht den Fehler begehen, den Gegner zu unterschätzen. "Wir sind in jedem Spiel voll motiviert, weil wir ein Riesenziel - den Aufstieg - haben", meinte der 30-Jährige, auf dessen Team ein völlig anderer Gegner als in den beiden Gruppenspielen wartet. Während der HSV und Celtic vor allem über ihre physischen Stärken ins Spiel kommen, kann Hapoel auf viele quirlige und trickreiche Kicker zurückgreifen.

(apa/red)