"Wir alle können dazulernen": Bartenstein fordert jetzt mehr Kinderbetreuungsplätze

Als Vorbild dienen dabei Niederösterreich und Wien

Für mehr Kinderbetreuungsplätze spricht sich Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein aus. Als Vorbild nannte er in einem Zeitungsbericht die Bundesländer Niederösterreich und das SP-regierte Wien. Darauf angesprochen, dass seine Partei in diesem Bereich bisher eher bremsend war, meinte Bartenstein: "Wir alle können dazulernen."

Der "nächste große Schritt nach dem Kinderbetreuungsgeld" sei eine bessere Ausstattung Österreichs mit Betreuungsplätzen, so der Minister in der Tageszeitung "Die Presse". Beziffern wollte er den Fehlbestand allerdings nicht. Über die Zahlen der fehlenden Betreuungsplätze hatte es in der Vergangenheit bereits wiederholt Streitereien zwischen Regierung und Opposition gegeben.

Niederösterreich ist für Bartenstein Vorbild, weil es die Kindergärten den Eltern (am Vormittag) gratis zur Verfügung stellt. Wien, weil es auch am Nachmittag eine flächendeckende Betreuung aufweise. Die jetzigen Defizite erschwerten jungen Frauen die Entscheidung für's Kind, meinte Bartenstein. Er erneuerte auch seine Forderung nach steuerlicher Absetzbarkeit von Kinderbetreuung - und zwar "in den nächsten Jahren". Das dürfe nicht mehr am reinen Kostendenken von Finanzministern und SP-Klassenkampf scheitern.

Zudem wünscht sich der Arbeitsminister eine österreichweite Vermittlung von Arbeitslosen. Momentan müsse man die Auswirkungen der vor einem Jahr in Kraft getretenen verschärften Zumutbarkeitsbestimmungen abwarten, künftig müsse es aber möglich sein, dass ein arbeitsloser Wiener oder Burgenländer Touristiker auch in Tirol arbeitet. "Das versteht niemand mehr, dass das nicht geht", wird Bartenstein in der Tageszeitung "Die Presse" zitiert. (apa)