Wir sind am liebsten im Auto unterwegs: 73,50 Mrd. Kilometer mit Pkw zurückgelegt

2009: Bahn kommt auf 10,85 Mrd. Personenkilometer Im Flugzeug wurden 5,6 Mrd. Kilometer zurückgelegt

Der Löwenanteil des Verkehrs fiel 2009 auf Pkw. 73,50 Mrd. Personenkilometer (Kilometer mal Insassen) wurden im Vorjahr in Autos zurückgelegt, mit der Bahn wurden 10,85 Mrd. Personenkilometer gefahren, teilte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) mit. Auf Flugzeuge entfielen im Vorjahr 5,6 Mrd. Personenkilometer.

Wir sind am liebsten im Auto unterwegs: 73,50 Mrd. Kilometer mit Pkw zurückgelegt © Bild: Öamtc

Das Wachstum im Flugverkehr sei aber wesentlich stärker. Die Zahl der Passagiere (Ankünfte und Abflüge an heimischen Flughäfen) hat sich von 7,37 Mio. im Jahr 1990 auf 24 Mio. im Jahr 2010 verdreifacht, geht aus einer Hochrechnung des Verkehrsclubs hervor.

Dies sei problematisch, da der Flugverkehr die schlechteste Klimabilanz pro Personenkilometer aufweise, so der VCÖ. Das meiste Kohlendioxid pro Personenkilometer wird laut Umweltbundesamt mit 365 Gramm CO2 auf einem Kurzstreckenflug emittiert. Deutlich geringer sind die CO2-Emissionen bei Pkw (160 Gramm pro Personenkilometer) und Bahn (16 Gramm pro Personenkilometer). Ein Langstreckenflug stößt pro Personenkilometer 290 Gramm CO2 aus.

Flugverkehr begünstigt
Steuerprivilegien haben die Zunahme der Passagiere begünstigt, so der VCÖ: "Das Wachstum des Flugverkehrs wurde durch Steuerprivilegien verstärkt und beschleunigt. Flugkraftstoffe sind von der Mineralölsteuer befreit, Tickets für grenzüberschreitende Flüge sind von der Mehrwertsteuer befreit. Es ist absurd, dass gerade jenes Verkehrsmittel, das die schlechteste Klimabilanz aufweist, steuerlich bevorzugt wird", kritisierte VCÖ-Experte Blum. Die heimische Flugabgabe, die ab 2011 eingehoben werden soll, sei zudem im internationalen Vergleich niedrig.

Die Steuervorteile haben laut VCÖ dazu geführt, dass Billigflieger "Tickets fast zum Nulltarif anbieten" konnten und viele internationale Bahnverbindungen eingestellt wurden. Der Verkehrsclub forderte daher bessere internationale Bahnverbindungen und Richtlinien auf EU-Ebene, die bestehende Hürden dafür beseitigen. Zudem solle auf EU-Ebene eine Kerosinbesteuerung eingeführt werden.

(apa/red)

Kommentare

Der VCÖ irrt wieder einmal, so wie immer! Nicht Steuervorteile machen den Flugverkehr günstiger, sondern der Umstand dass in diesem Bereich privatwirtschaftliche Regeln gelten. Natürlich müssen dann auch staatsnahe Unternehmen nachziehen sonst verlieren sie ihre Kunden. In der staatsnahen ÖBB gelten keine marktwirtschaftlichen Regeln, sonder jene der Betriebsratskaiser. Daher kostet eine Bahnfahrt Wien-Bregenz auch so viel wie ein Flug ans Ende Europas.

Seite 1 von 1