"Wir durchleben einen Albtraum": Familie
von US-Amokläufer bedauert sinnlose Tat

Schwester: "Bin hoffnungslos, hilflos und verloren" PLUS: Die Stellungnahme im genauen Wortlaut!

"Wir durchleben einen Albtraum": Familie
von US-Amokläufer bedauert sinnlose Tat

Die Familie des Amokläufers von Blacksburg hat sich zutiefst betroffen über das schwerste Massaker in der amerikanischen Kriminalgeschichte geäußert. Sie fühle sich ob der "sinnlosen" Tat "hoffnungslos, hilflos und verloren", sagte die Schwester von Cho Seung-hi (Cho Sung Hui), Cho Sun-kyung, der Nachrichtenagentur Associated Press (AP). "Er hat die Welt zum Weinen gebracht. Wir durchleben einen Albtraum", sagte sie im Namen der Familie.

Ihr Bruder hatte in der Technischen Hochschule Virginias 32 Menschen erschossen, bevor er sich selbst das Leben nahm. Die Familie leitete ihre erste Stellungnahme zu dem Amoklauf über ihren Anwalt Wade Smith an die AP weiter. "Unsere Familie bedauert zutiefst die entsetzlichen Taten meines Bruders", sagte Cho Sung-kyung, die in einem Unternehmen arbeitet, das im Auftrag des US-Außenministeriums US-Hilfe für den Irak beaufsichtigt. "Es ist eine schreckliche Tragödie für uns alle."

Die Familie bete für die Hinterbliebenen, für die Verletzten und für die Augenzeugen und Überlebenden, deren Leben durch Chos Taten für immer verändert worden sei. Ihr Bruder habe eine "furchtbare und sinnlose Tat" begangen. Der Aufenthaltsort der Familie ist nicht bekannt. Behördensprecher haben aber bestätigt, dass sie unter Schutz gestellt worden sei.

Polizeiermittler gehen einem Bericht von ABC News mittlerweile der Möglichkeit nach, dass Seung-Hui seine Mordabsichten noch vor dem Massaker jemanden mitteilte. Dazu sei eine Liste seiner Anrufe von der Telefonfirma angefordert worden.

(apa/red)