Winterwetter von

Tödlicher Unfall
in Niederösterreich

Nach starken Schneefällen steigt Lawinengefahr

Winterwetter - Tödlicher Unfall
in Niederösterreich © Bild: APA/BFK KREMS/FLATSCHART

Der Winter hat Österreich wieder im Griff. Ein Verkehrsunfall hat ein Todesopfer gefordert, die A21 musste aufgrund der starken Schneefälle vorübergehend für Lkw gesperrt werden. Die Lawinengefahr steigt wieder.

Ein Verkehrsunfall auf der B34 bei Langenlois (Bezirk Krems-Land) hat am Montag in der Früh nach Feuerwehrangaben ein Todesopfer gefordert. Ein Auto war auf der Schneefahrbahn gegen einen Lkw geprallt. Der Lenker des Wagens starb.

Der Unfall hatte sich laut dem Bezirksfeuerwehrkommando kurz nach 6.30 Uhr auf der Kamptal Bundesstraße (B34) zwischen Zöbing und Langenlois ereignet. Der Autofahrer dürfte beim Versuch, ein anderes Fahrzeug zu überholen, einen Lkw übersehen haben. Er wurde bei dem Frontalzusammenstoß eingeklemmt. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät.

Die B34 blieb im Bereich der Unfallstelle längere Zeit gesperrt. Der Lkw musste abgeschleppt werden, teilte die Feuerwehr mit.

27-Jähriger kam ums Leben

Bei dem Verkehrsunfall auf der B34 im Gemeindegebiet von Langenlois (Bezirk Krems-Land) ist nach Polizeiangaben ein 27-Jähriger ums Leben gekommen. Der junge Mann stammte aus dem Bezirk St. Pölten-Land.

In die folgenschwere Kollision war auch die Lenkerin jenes Autos verwickelt, das der 27-Jährige überholt hatte. Die 53 Jahre alte Frau wurde leicht verletzt, als nach dem Frontalzusammenstoß mit dem Lkw, an dessen Steuer ein 34-Jähriger aus der Stadt Krems saß, auch noch die beiden Pkw kollidierten. Sie wurde in das Universitätsklinikum Krems transportiert, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich.

Autobus im Bezirk Hollabrunn verunglückt

Bei winterlichen Fahrbedingungen ist am Montagvormittag in der Marktgemeinde Ziersdorf (Bezirk Hollabrunn) ein Autobus verunglückt. Das Fahrzeug stürzte nach Feuerwehrangaben in einen Acker. Nur die Lenkerin war an Bord, teilte Franz Resperger vom Landeskommando mit. Die Frau befreite sich selbst und blieb unverletzt.

© APA/FEUERWEHR

Der Autobus war bei der Einfahrt in die Ortschaft Hollenstein von der Schneefahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug stürzte über eine etwa zwei Meter hohe Böschung, berichtete Resperger. Sieben Feuerwehren rückten aus. Der Autobus musste geborgen werden.

Seit Einsetzen der Schneefälle am Montag nach Mitternacht bis in die Mittagsstunden zählten die Feuerwehren in Niederösterreich laut dem Sprecher 90 Einsätze nach Verkehrsunfällen. 1.100 Helfer waren dabei aufgeboten.

Klein-Lkw auf A2 bei Wiener Neustadt verunglückt

Bei winterlichen Bedingungen ist am Montag in den frühen Morgenstunden ein Klein-Lkw auf der Südautobahn (A2) bei Wiener Neustadt verunglückt. Bei dem Unfall wurden die vier Insassen nach Feuerwehrangaben verletzt.

Laut FF Wiener Neustadt war der Klein-Lkw von der Fahrbahn der A2 ab- und auf dem Dach zu liegen gekommen. Die vier Personen an Bord wurden vom Roten Kreuz erstversorgt und danach in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Zahlreiche Fahrzeugbergungen im Burgenland

Im Burgenland hat das winterliche Wetter für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. "Landauf, landab müssen Fahrzeuge geborgen werden - und zwar in allen Bezirken", schilderte ein Sprecher der Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) am Montag der APA. In Winden am See (Bezirk Neusiedl am See) landete ein Lkw im Straßengraben. Verletzt wurde dabei niemand. Drei Feuerwehren rückten laut LSZ aus.

Bei einem Verkehrsunfall zwischen Rattersdorf und Hammerteich (Bezirk Oberpullendorf) wurde eine Frau leicht verletzt. "Bei allen anderen Verkehrsunfällen wurde niemand verletzt", so der Sprecher. Einen geografischen Schwerpunkt gebe es nicht. "Allerdings mussten die meisten Fahrzeuge auf Güterwegen geborgen werden. Daher: Vorsichtig fahren und Güterwege meiden", sagte der Schichtleiter.

Mehrere Unfälle und Schneekettenpflicht in Kärnten

Das Winterwetter hat in der Nacht auf Montag für Probleme auf Kärntens Straßen gesorgt. Während auf höher gelegenen Straßen Schneekettenpflicht herrschte, gab es am Montagvormittag auch Probleme auf der Südautobahn (A2) im Bezirk Villach-Land - hier waren gleich zwei Lkw von der Fahrbahn abgekommen, teilte die Polizei mit.

Kurz vor 2.00 Uhr waren ein 53-jähriger und ein 47-jähriger Kraftfahrer, beide aus der Türkei, mit ihren Lkw auf der Südautobahn aus Italien kommend in Richtung Villach unterwegs. Auf Höhe von Hohenthurn kamen beide Lkw ins Schleudern und durchbrachen das rechte Leitschienenband. Eines der beiden Sattelkraftfahrzeuge stürzte etwa 50 Meter über eine steile Böschung und kam auf einer Gemeindestraße zum Stillstand. Das zweite Fahrzeug stürzte ebenfalls über die Böschung, überschlug sich und blieb zwischen Bäumen liegen.

Beide Lenker wurden verletzt, einer von ihnen musste von der Feuerwehr aus dem total zerstörten Führerhaus geborgen werden. Die Bergung der beiden Lkw wird erst im Laufe des Tages erfolgen, teilte die Polizei Montagfrüh mit. Bis auf Weiteres waren der erste Fahrstreifen und der Pannenstreifen in Fahrtrichtung Villach im Bereich der Unfallstelle gesperrt.

Behinderungen gab es am Montag auch auf der Karawankenautobahn (A11), hier waren mehrere Lkw hängengeblieben. Auf der Klippitztörl Landesstraße zwischen dem Görtschitztal und dem Lavanttal musste die Feuerwehr einen Lkw bergen, der von der Straße abgekommen war. Schneekettenpflicht herrschte am Seebergsattel (Bezirk Völkermarkt), am Nassfeld (Bezirk Hermagor) sowie auf einigen Straßen in den Bezirken Spittal an der Drau und Feldkirchen.

Weiter teils erhebliche Lawinengefahr in NÖ

In Niederösterreich hat am Montag weiterhin teils erhebliche Lawinengefahr geherrscht. Warnstufe 3 galt laut dem Warndienst in höheren Lagen der Ybbstaler Alpen und des Rax-Schneeberg-Gebiets. In tiefer liegenden bzw. weniger vom Neuschnee betroffenen Regionen wurde die Lawinengefahr als mäßig beurteilt.

Das Hauptproblem würden frische Triebschneeablagerungen in den Expositionen Nord über Ost bis Süd bilden, die schon durch geringe Zusatzbelastung als Schneebrettlawinen ausgelöst werden könnten. "Gefahrenstellen finden sich insbesondere in den Einfahrten zu Rinnen und Mulden und hinter anderen Geländeübergängen", teilte der Lawinenwarndienst mit.

A21 wieder frei befahrbar

Am Montag kurz vor 8.00 Uhr ist die Sperre der A21 wieder aufgehoben worden. Das teilte die Asfinag mit. Wegen der starken Schneefälle war die Wiener Außenring Autobahn ab 5.00 Uhr für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen verhängt worden.

Wegen des Schnees müssen die Autofahrer laut ÖAMTC mit enormen Zeitverlusten und Staus im Montagfrüh-Verkehr rechnen. Auch Unfälle ereigneten sich, unter anderem auf der Nord Weinviertel Autobahn (A5) Höhe Wolkersdorf-Nord und der Südautobahn (A2) Höhe Wiener Neustadt.

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