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Winterwetter: Hunderte
Haushalte ohne Strom

Sperre in Forchtenstein bleibt aufrecht - Tauwetter entspannt Lage langsam

  • Burgenland: Das Bundesheer hilft aufgrund des Winterwetters aus.
    Bild 1 von 19 © Bild: APA/ROBERT JAEGER

    Aufgrund des eisigen Winterwetters muss sogar das Bundesheer aushelfen.

    Neustift an der Rosalia, Burgenland

  • Burgenland: Das Bundesheer hilft aufgrund des Winterwetters aus.
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    Der Panzer auf Erkundungsfahrt auf der L223 bei Neustift .

Noch immer kommt es in Niederösterreich und dem Burgenland aufgrund des eisigen Winterwetters zu Problemen: Im Waldviertel, insbesondere im Bezirk Zwettl, sind am Donnerstag nach Angaben von EVN-Sprecher Stefan Zach wegen des Winterwetters mit starker Vereisung etwa 500 Haushalte ohne Strom gewesen. Die Lage konnte hier mittlerweile schon etwas entschärft werden. In Forchtenstein (Bezirk Mattersburg) bleibt die Sperre der L223 auf die Rosalia wegen Eisgefahr vorerst weiter aufrecht.

An der L223 am Weg zum Ortsteil Forchtenstein-Rosalia (Bezirk Mattersburg) heulen seit heute, Donnerstagvormittag, die Motorsägen. Nach der Erkundung mit dem Bergepanzer in der Früh haben die Aufräumarbeiten an der L223, die über die Rosalia zur niederösterreichischen Landesgrenze führt, begonnen.

Wann die Straße freigegeben werden kann, sei vorerst weiter nicht absehbar, hieß es von der Feuerwehr. Die Arbeiten seien bisher ohne Zwischenfall verlaufen, auch in der Nacht war es ruhig, schilderte der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Neustift-Rosalia, Johannes Welles.

Hunderte Haushalte im Waldviertel ohne Strom

Am Mittwoch waren im Waldviertel zeitweise rund 2.500 Haushalte ohne Strom. Mittlerweile sind es nur mehr 50 Haushalte. Eine an mehreren Stellen unterbrochen gewesene Hochspannungsleitung im Raum Arbesbach (Bezirk Zwettl) sei repariert worden, berichtete Stefan Zach, Sprecher des Energieversorgers. Notstromaggregate seien unverändert im Einsatz.

Problematisch blieb die Situation auf der Hohen Wand (Bezirk Wiener Neustadt). Die Hauptleitung und zwei Nebenleitungen seien zerstört, sagte Zach. "Wir wissen noch nicht einmal, an wie vielen Stellen, weil das Gebiet nicht begehbar ist." Die Leitungen auf dem Plateau seien ebenfalls unterbrochen. Es gebe nur ein Notstromaggregat beim Gasthof Kleine Kanzel.

Feuerwehr hilft mit Aggregaten aus

Hinsichtlich weiterer Notstromaggregate hatte NÖ Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner am Mittwochabend ein Unterstützungsansuchen gestellt, berichtete der Landesfeuerwehrverband Salzburg. Ein Konvoi mit sieben Fahrzeugen und 16 Mann machte sich Donnerstag früh auf den Weg nach Krems. Die Aggregate - 75, 100 und 150 kVA - werden vom Landesfeuerwehrverband und der Berufsfeuerwehr Salzburg sowie von den FF Salzburg-Stadt, Adnet, Faistenau, Lamprechtshausen und Saalfelden zur Verfügung gestellt.

Das anhaltende Winterwetter mit starker Vereisung, insbesondere im Waldviertel, hat bisher 1.300 Einsätze der Feuerwehr nach sich gezogen. Die Nacht auf Donnerstag sei "ruhig" verlaufen, berichtete Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos NÖ, in der Früh auf Anfrage. Hardegg (Bezirk Hollabrunn) war wieder erreichbar.

Schulen sperren wieder auf

Am Freitag soll im Waldviertel an praktisch allen Schulen wieder normaler Unterrichtsbetrieb herrschen. "Gott sei Dank gehen wir wieder in die Normalität über", sagte Alfred Grünstäudl, Bildungsbeauftragter für die Region. Keinen Unterricht soll es lediglich in Bärnkopf (Bezirk Zwettl), dem höchstgelegenen Ort des Waldviertels, geben. In Lichtenau (Bezirk Krems) sei Notbetrieb vorgesehen, so Grünstäudl. Die Schulbusse könnten wieder unterwegs sein. Es sei daher davon auszugehen, dass der Großteil der Schüler die jeweiligen Standorte erreichen könne. Wegen der Vereisung waren in den vergangenen Tagen bis zu 20 Schulen im Waldviertel geschlossen geblieben.

Katastrophenfonds geöffnet

Entspannung gab es in Hardegg. Donnerstag früh wurden die Sperren der L38 und L1045 aufgehoben. Die Nationalparkgemeinde war somit nicht mehr von der Außenwelt abgeschnitten.

Angesichts der durch das Winterwetter vor allem im Waldviertel verursachten Vereisungsschäden öffnet das Land Niederösterreich den Katastrophenfonds. Um Betroffenen zu helfen, stehe ab sofort "vorerst eine Million Euro zur Verfügung", erklärte Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) in einer Aussendung am Donnerstag. Der entsprechende Beschluss werde in der kommenden Sitzung der Landesregierung am Dienstag gefasst. In Härtefällen sollen bis zu 50 Prozent des Schadens abgegolten werden.

Situation in der Steiermark verschärft

Die Wettersituation hat sich in der Nacht auf Donnerstag in der Steiermark verschärft. Laut Energie Steiermark waren am Vormittag rund 2.200 Haushalte in der West- und in der Oststeiermark ohne Strom. Sie wieder ans Netz zu bekommen sei aber schwierig, da Zufahrtswege gesperrt sind und die Gefahr weiterer umfallender Bäume sehr hoch sei, so Sprecher Urs Harnik-Lauris.

Die anhaltende Wetterlage mit starker Vereisung wirke sich vor allem in Bereichen von 800 bis 1.000 Meter Seehöhe aus, hieß es seitens des Energieversorgers. Betroffen sind nach wie vor die Gebiete rund um die Koralm, Gleinalm und Schwanberg in den Bezirken Voitsberg und Deutschlandsberg. In der Oststeiermark gab es beschädigte Leitungen vor allem im Bereich der Gemeinden Alpl, Birkfeld, Strallegg und Naintsch sowie in den Bezirken Weiz und Hartberg-Fürstenfeld.

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Kommentare

Schuld sin die Tiroler!
Seit Tempo 100 auf deren Autobahnen gilt haben wir dieses eisige Winterwetter im Osten! - Oder?

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