Wintersport mit Hunden von

Nichts für Sportmuffel

Nur trainierte Vierbeiner mit den richtigen Voraussetzungen sollten beim Wintersport dabei sein

Wintersport mit Hunden - Nichts für Sportmuffel © Bild: Alexander Serdjukov

Wenn die Temperaturen fallen und der erste Schnee draußen alles weiß färbt, können viele Zweibeiner es kaum erwarten, ihre Winterkluft hervorzuholen und sich ins Schneegetümmel zu stürzen.

Ob Wandern, Skifahren, Langlaufen oder Tourengehen – der Berg ruft. Der geliebte Vierbeiner soll dabei nicht fehlen. Auch er soll am Winterspaß teilhaben. Das ist nett gemeint – stößt aber nicht unbedingt auf Gegenliebe. „Längst nicht jeder Hund eignet sich körperlich für derlei Anstrengungen“, weiß auch Huskyexperte und „Ex­Südpol­Mann“ Alexander Serdjukov. Während wir Menschen uns mit dicken Jacken und warmem Schuhwerk ausrüsten, sollen unsere „Couchpotato“­ Hunde unvorbereitet von der warmen Stube auf eine Bergtour mitkommen. Das kann schlecht ausgehen. „Nur trainierte Vierbeiner mit den richtigen Voraussetzungen sollten Herrchen und Frauchen zum Wintersport begleiten“, so Serdjukov. Andernfalls ist es besser, sie gut betreut zuhause zu lassen oder auf ein Alternativprogramm zu setzen.

Was es für Wintersport braucht
Damit ein Hund beim Wintersport mithalten kann, muss er ausgewachsen, gesund, gut trainiert und richtig ernährt sein. Zu dicke, zu dünne, zu kleine, zu behäbige Hunde oder Rassen mit zu kurzen Nasen eignen sich nicht. „Vor allem aber muss der Vierbeiner Freude am Sport haben“, so der Experte. Negative Erlebnisse wie Überforderung oder Schmerzen setzen dem Spaß ein dauerhaftes Ende.

Auf Piste und Loipe
Wer den Berg mit seinem Hund erklimmen möchte, sollte ausschließlich präparierte Touren wählen. Auf Skipisten herrscht absolutes Hundeverbot. Das wäre viel zu gefährlich. Langläufer sollten ihre Hunde ausschließlich auf dafür gekennzeichneten Loipen mitnehmen. Im Sinne des Vierbeiners, aber auch aus Rücksicht gegenüber anderen Menschen sollte man die „Stoßzeiten“ meiden. Auf Wanderwegen ist darauf zu achten, dass sie nicht gestreut sind. Ebenso wie in der Stadt gilt es auch im hochalpinen Raum, die Hinterlassenschaften seines Hundes wegzuräumen.

Das Alternativprogramm
Ein entspannter Spaziergang auf geräumten, nicht gestreuten Wegen mit Suchspieleinlagen tut Hund und Herrl gut. Keinenfalls dürfen die Tiere alleine im Auto gelassen werden. Kälte oder direkte Sonneneinstrahlung können fatale Folgen haben.

So macht Wintersport mit Hunden Spaß

Hundeausrüstung: Dazu gehören ein gut passendes Brustgeschirr, eine ausreichend lange Leine (etwa zum Langlaufen), Hundeschuhe für den Notfall, reichlich Wasser, Pfotencreme und Gackerlsackerl.

Tauglichkeit: Nur trainierten, gut ernährten und gesunden Hunden, die auch Spaß am Wintersport haben, darf man solche Anstrengungen zumuten.

Sauberkeit: Hinterlassenschaften müssen auch in den Bergen entsorgt werden.

Rücksicht: Meiden Sie Stoßzeiten. Ihr Tier und die anderen Sportler werden es Ihnen danken.

Alles Wissenswerte über hundefreundliche Loipen, Touren und Wanderwege gibt es hier!