Winterspiele 2018 von

Endspurt bei der Olympia-Vergabe

Pyeongchang in Südkorea ist Favorit. München hat gute Außenseiterchancen.

Winterspiele 2018 - Endspurt bei der Olympia-Vergabe © Bild: Corbis

Die 123. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees entscheidet am Mittwoch in der südafrikanischen Stadt Durban über den Veranstalter der Winterspiele 2018. Die südkoreanische Bewerbung von Pyeongchang gilt dabei nach zwei gescheiterten Kandidaturen für 2010 und 2014 als Favorit.

München hofft aber, den programmierten Sieg der Koreaner vereiteln zu können und als erste Stadt als Ausrichter von Sommer-und Winterspielen in die olympische Geschichte einzugehen. Die bayrische Metropole war 1972 bereits Schauplatz von Sommerspielen, die vom palästinensischen Terroranschlag auf israelische Teammitglieder mit insgesamt 17 Toten überschattet waren.

Dritter Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018 (9. bis 25. Februar) neben Pyeongchang und München ist die französische Alpenstadt Annecy, die nach internen Problemen aber nur als krasser Außenseiter ins Rennen geht. Die Wahl der Olympiastadt 2018 beginnt um 15.35 Uhr, der Sieger wird um kurz nach 17.00 Uhr MESZ bekanntgegeben.

Der Vergabe-Modus
Insgesamt 95 IOC-Mitglieder, unter ihnen auch Ex-ÖOC-Präsident Leo Wallner, sind im ersten Wahlgang stimmberechtigt. Für den Zuschlag ist eine absolute Mehrheit - zumindest 48 Stimmen - nötig. Sollte diese im ersten Durchgang von keinem Anwärter erreicht werden, scheidet die Kandidatenstadt mit den wenigsten Stimmen aus. Die beiden Mitglieder des betreffenden Landes dürften dann an der Stichwahl teilnehmen.

Nach IOC-Angaben fehlen sieben Mitglieder bei der Vollversammlung in Südafrika entschuldigt. Neben IOC-Präsident Jacques Rogge enthält sich auch der Schweizer Denis Oswald seiner Stimme, um Vorwürfen der Befangenheit aus dem Weg zu gehen. Zudem dürfen die sechs Mitglieder aus den Bewerberländern zumindest in der ersten Abstimmungsrunde nicht mitvotieren.