Winterlicher Ausnahmezustand in den USA:
22 Tote und 600.000 Menschen ohne Strom

BILDER: Fünf US-Bundesstaaten versinken im Chaos Meteorologen-Einschätzung: Soll noch Tage andauern

Winterlicher Ausnahmezustand in den USA:
22 Tote und 600.000 Menschen ohne Strom

Der Mittlere Westen der USA ist unter einer Schnee- und Eisschicht versunken. Das öffentliche Leben kam weitgehend zum Erliegen. Mehr als 670.000 Haushalte und Betriebe in mehreren Staaten waren ohne Strom. Die Behörden in Kansas, Oklahoma und Missouri riefen den Notstand aus. Für Teile der Staaten Iowa, Nebraska, Kansas, Oklahoma und Missouri wurden vom Wetterdienst Wintersturm-Warnungen ausgegeben.

Wegen umgestürzter Bäume mussten etliche Straßen gesperrt werden, viele Flüge wurden abgesagt. Die Zahl der wetterbedingten Todesfälle in Missouri, Oklahoma und Kansas stieg seit dem Wochenende auf mindestens 22. Die meisten kamen bei Verkehrsunfällen auf den eisglatten Straßen ums Leben.

Oklahoma ohne Strom
In Oklahoma waren eine halbe Million Haushalte ohne Strom, weil zahlreiche Leitungen unter dem Gewicht der Vereisung zusammenbrachen oder von abbrechenden Ästen zerstört wurden. Die Stromversorger sprachen vom größten Ausfall in der Geschichte des US-Staates. Betroffen waren auch Krankenhäuser und der internationale Flughafen Tulsa, der seinen gesamten Betrieb einstellen musste. Die Behörden verteilten Notstromgeneratoren und Trinkwasser. Alle Schulen blieben geschlossen.

Der Wetterdienst konnte zunächst keine Besserung versprechen. Es wurden etwa 15 Zentimeter Schnee oder Schneeregen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erwartet. (apa/red)