Wintereinbruch von

Start der Freibäder
am 2. Mai wird "eng"

Einzelne Becken oder Wiesen könnten bei Saisonbeginn noch gesperrt sein

Freibad © Bild: Shutterstock.com/Africa Studio

Seit Jahrzehnten haben Wiens Freibäder am 2. Mai - bei Schönwetter teils schon früher - aufgesperrt. Heuer könnte der aktuelle Wintereinbruch dieser Tradition einen Strich durch die Rechnung machen. Denn durch Kälte und Schneefall mussten die Vorbereitungsarbeiten im wahrsten Sinn des Wortes auf Eis gelegt werden. "Es wird eng", meinte Bädersprecher Martin Kotinsky im APA-Gespräch.

Ziel sei es freilich schon, alle 17 Sommerbäder am 2. Mai zu öffnen. Es könnte allerdings sein, dass dann einzelne Becken - etwas das große, im Winter sanierte Sportbecken im Schafbergbad - oder Liegewiesen noch gesperrt bleiben. "Die vergangenen Tage hatten wir einen Stillstand und konnten draußen so gut wie nichts machen", erklärte Kotinsky. Denn bei derlei Wetterverhältnissen könnten die Bassins nicht gestrichen und der Rasen nicht gemäht werden. Durch den erzwungenen Stopp sei man in Verzug geraten. Nur Indoor-Arbeiten hätten zuletzt erledigt werden können.

Somit können die Pools erst in den kommenden Tagen bzw. erst nächste Woche befüllt werden. Falls sich Temperaturen und Witterung merkbar verbessern, sei aber ein rechtzeitiger Abschluss aller Arbeiten auch noch denkbar, so der Sprecher. Die Wassertemperatur wird wohl mit Saisonstart ziemlich schwanken. "Das Wasser kommt mit circa zehn Grad aus der Leitung", je nach Größe und Heizungsart werde man Anfang Mai bei 16 bis 23 Grad liegen. Letzteres dürfte etwa für das Kongressbad möglich werden: "Dieses Bad hängt an der Fernwärme."

Aus finanziellen Gründen die Saison später zu starten, sei jedenfalls auch im Falle ausbleibender sommerlicher Temperaturen nicht sinnvoll. Denn das Personal sei bereits angestellt, einsparen lasse sich also kaum etwas.

Gar nicht beeindrucken vom späten Wintereinbruch lässt sich indes das privat geführte Schönbrunner Bad. Man halte am geplanten Eröffnungstermin am morgigen Samstag fest, sagte Betreiber Josef Ebenbichler der APA - selbst wenn bei einer aktuellen Wassertemperatur von 15 Grad wohl nicht viele Gäste den Sprung ins mehr als kühle Nass wagen werden. Allerdings hat die Anlage in Hietzing auch einen überdachten und somit wetterunabhängigen Wellness- und Fitnessbereich dabei.

Am 29. April - und damit auch noch vor den städtischen Freibädern - sperrt das Bundesbad Alte Donau auf. Dieses wird von der Burghauptmannschaft betrieben.

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