Wintereinbruch von

Schnee-Chaos
dauert weiter an

Noch keine Entwarnung nach problematischem Wintereinbruch im Westen - feuchtes Wetter bleibt

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    Bild 1 von 11 © Bild: APa/BFV Liezen/Schlüsslmayr

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    Mitarbeiter der Feuerwehrbeim Beseitigen von umgestürzten Bäumen auf der Sölkpaßlandesstraße bei Stein an der Enns in der Steiermark.

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    Bild 2 von 11 © Bild: APA/BVF Liezen/Schlüsselmayr

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    Ein hängen gebliebenes Fahrzeug auf der Ennstalbundesstraße bei Stainach in der Steiermark.

Neuschnee und Regen bleiben an der Tagesordnung, denn die besonders für die Südhälfte Österreichs sehr feuchte Wetterlage hält zumindest bis Anfang nächster Woche an, prognostizierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Der bisherige Schwerpunkt des Schneefalls lag in Osttirol und Oberkärnten sowie im Bereich des Alpenhauptkamms von Salzburg und Tirol. An der ZAMG-Wetterstation in Lienz zum Beispiel lag am Mittwoch in der Früh 25 Zentimeter hoch der Schnee, in Virgen 47 Zentimeter (beide Osttirol). In Kornat im Lesachtal (K) wurden 50 Zentimeter Schnee gemessen, in Mallnitz (K) 15 Zentimeter, in Krimml (S) 35 Zentimeter, in St. Michael im Lungau (S) 21 Zentimeter, in St. Johann im Pongau (S) 17 Zentimeter, in Landeck (T) 12, in Aigen im Ennstal (ST) 7 und in Lunz am See (N) 4 Zentimeter. Am Sonnblick-Observatorium (S, 3106m) lagen am Mittwoch in der Früh 58 Zentimeter Neuschnee der letzten 24 Stunden, die Gesamtschneehöhe betrug hier 142 Zentimeter.

Donnerstag trockener - aber wieder Schneefall

Der Donnerstag verläuft dann noch trocken und zeitweise kann sich auch die Sonne zeigen. Föhniger Südwind kommt auf, er wird am Abend und auf den Bergen stürmisch. Am Freitag kann es an der Nordseite der Alpen föhnig auflockern. An der Südseite der Alpen stauen sich hingegen Regen- und Schneewolken. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 900 und 1700 Meter Seehöhe. Der Schwerpunkt von Regen und Schneefall liegt erneut in Oberkärnten und Osttirol sowie im Bereich des Tiroler Alpenhauptkamms.

Schnee kann weitere Probleme bringen

"Die genaue Lage der Schneefallgrenze lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, sie wird je nach Wind und Intensität des Niederschlags regional sehr unterschiedlich sein", sagt Gerhard Hohenwarter von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Ob Regen oder Schneefall - auch das nächste Niederschlagsereignis kann stellenweise Probleme bringen, etwa durch unter der Schneelast umstürzende Bäume, Muren oder kleinräumige Überschwemmungen.

Sonntag bringt nächstes Tief

Am Samstag klingen Regen und Schneefall ab. Der Sonntag bringt nach aktuellem Stand der Prognosen aber das nächste Italien-Tief und somit vor allem im Süden und Westen erneut Regen und Schneefall. Die Schneefallgrenze dürfte am Sonntag sehr unterschiedlich sein: In Vorarlberg und im Tiroler Oberland kann es bis etwa 700 Meter schneien (und damit bis in viele Täler). In Osttirol und Kärnten pendelt die Schneefallgrenze hingegen am Sonntag wahrscheinlich zwischen 1.100 und 1.700 Meter.

"Eine Häufung von Tiefdruckgebieten im Mittelmeer-Raum ist für den Herbst typisch, wenn sich kalte Luft aus dem Norden mit der noch warmen Luft über dem Mittelmeer mischt", sagte ZAMG-Meteorologe Hohenwarter. "Die derzeit vor allem für den Süden Österreichs sehr feuchte Wetterlage dauert bereits seit Anfang November an und dürfte sich zumindest bis Anfang kommender Woche halten."