Wintereinbruch mit teils ernsten Folgen:
Lawinenopfer in Kaprun wurde reanimiert

Deutscher stürzte mit dem Auto auf Wallfahrtskirche Verkehrsunfälle und Stromausfälle in ganz Österreich

Wintereinbruch mit teils ernsten Folgen:
Lawinenopfer in Kaprun wurde reanimiert © Bild: APA/DPA/Weigel

Die Folgen des Wintereinbruchs in Österreich machte sich mit ernsten Folgen bemerkbar: In Salzburg kam nach den Schneefällen der vergangenen Tage zu einem ersten Lawinenabgang: Im Bereich des Kitzsteinhorns in Kaprun wurde im freien Gelände ein 24-jähriger Wintersportler durch ein Schneebrett verschüttet. Das Lawinenopfer wurde rasch geborgen, reanimiert und in das Krankenhaus Zell am See geflogen.

Mehrere Menschen wurden bei Unfällen verletzt. In Mattsee war am Samstag ein Rumäne auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schleudern geraten und frontal gegen einen Lkw geprallt. Die Frau des Rumänen erlitt schwere Verletzungen. In St. Gilgen hatte ein 32-jähriger Oberösterreicher mit Sommerreifen trotz Sperrlinie eine Kolonne überholt. Er prallte mit seinem Wagen gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug. Bei dem Unfall wurden die beiden Lenker schwer verletzt. In Zell am See kam ein Pinzgauer auf schneebedeckter Straße ins Schleudern und kollidierte mit einem entgegenkommenden Pkw. Die beiden Lenker wurden verletzt.

Verkehrsunfälle und Stromausfälle
Auf Tirols schneebedeckten Straßen ist es zu zahlreichen Verkehrsunfällen gekommen. Ein Deutscher stürzte in Kössen (Bezirk Kitzbühel) mit seinem Auto auf eine Wallfahrtskirche, eine Osttiroler Hausfrau fiel mit ihrem Pkw in einen Bach. Einige Verletzte mussten in umliegenden Krankenhäusern versorgt werden. Die Stromversorgung war teilweise unterbrochen. Umstürzende Bäume hatten im Tiroler Oberland die Anlagen schwer beschädigt und die Reparaturarbeiten sehr gefährlich gemacht.

In Vorarlberg sind in der Nacht in allen höheren Lagen erneut 30 bis 50 cm Neuschnee hinzugekommen, bevor sich am Vormittag vorläufig fast überall die Sonne durchsetzte. Nach den teilweise stürmisch verlaufenen zwei Tagen zuvor gab es heute keine wetterbedingten Zwischenfälle. Die Autolenker hatten sich offenbar rasch auf die winterlichen Verhältnisse eingestellt.

Neuerlich von zwei Seiten zeigte sich die Steiermark: Nördlich des Alpenhauptkamms mussten nach den Schneefällen in der Nacht weitere Straßen gesperrt werden. Zum Teil waren Fahrbahnen noch am Vormittag mit bis zu 25 Zentimetern der "weißen Pracht" bedeckt. Fahrzeuge blieben hängen und standen quer. Auch die Niederungen im Süden der Grünen Mark wurden in der Nacht zum Sonntag erstmals leicht "angezuckert". Größere Behinderungen blieben vorerst aus.

Keine größeren Schwierigkeiten in NÖ
In Niederösterreich führte das Winterwetter zu keinen größeren Schwierigkeiten. Die Verkehrslage zeigte sich durchwegs ruhig, so der ÖAMTC. Es gab zwar vereinzelt Unfälle, jedoch gingen diese durchwegs glimpflich aus, schwerere Personenschäden waren vorerst nicht zu beklagen, so die Angaben von "144 - Notruf NÖ".

Trotz winterlicher Fahrverhältnisse haben sich in der Nacht auf heute und am Vormittag nur wenige Sachschadenunfälle in Oberösterreich ereignet. In Laussa (Bezirk Steyr-Land) wurde hingegen eine Stromleitung der Energie AG von einem Baum beschädigt, rund 150 Haushalte waren von 4.00 Uhr früh bis 13.00 Uhr ohne Strom.

In Ebensee rutschte ein 22-jähriger Mann bei Forstarbeiten in schneebedecktem und steilen Gelände ab und stürzte 120 Meter über einen Hang in die Tiefe. Der 22-Jährige wurde dabei schwer verletzt.
(apa/red)