Winter schließt eisige Faust um Europa: Klirrende Kälte sorgt für große Probleme

Polen: 29 Menschen in nur einer Nacht erfroren Auto-, Flug- und Zugverkehr teils massiv gestört

Winter schließt eisige Faust um Europa: Klirrende Kälte sorgt für große Probleme © Bild: Reuters

Schneestürme und klirrende Kälte haben am letzten Wochenende vor Weihnachten von Finnland bis Italien für ein Verkehrschaos gesorgt. Allein in Polen erfroren 29 Menschen; insgesamt kamen durch Kälte und witterungsbedingte Unfälle mindestens 36 Menschen ums Leben.

Der Auto-, Flug- und Zugverkehr wurde zum Teil massiv beeinträchtigt. Der Eurostar-Zugverkehr von Paris nach London wurde auf unbestimmte Zeit eingestellt, nachdem vier Züge aus ungeklärten Gründen im Tunnel unter dem Ärmelkanal liegen blieben. 2.000 Passagiere saßen stundenlang fest; allein am Wochenende mussten mehr als 50.000 Fahrgäste auf andere Verkehrsmittel umbuchen.

Sorge um Obdachlose und Betrunkene
Bei Temperaturen bis minus 20 Grad sind in Polen 29 Menschen erfroren. Die Polizei rief die Bürger dazu auf, sie auf Obdachlose oder Betrunkene in der klirrenden Kälte hinzuweisen, um weitere Todesfälle zu verhindern. In Österreich erfroren in der Steiermark und in Salzburg zwei Menschen auf dem Heimweg, in Marseille wurde ein aus Polen stammender Obdachloser tot aufgefunden. Auch in der südfranzösischen Stadt waren die Temperaturen unter den Gefrierpunkt gefallen. In Mannheim erfror ein Mann, wie die Polizei mitteilte. Bei Verkehrsunfällen nach einem Schneesturm in Finnland kamen vier Menschen ums Leben.

Auch der Flugverkehr litt unter dem Wetter. Auf den Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly fielen 40 Prozent der Flüge aus, in Brüssel, Amsterdam und Manchester gab es stundenlange Verspätungen.

(apa/red)