Windows 8 von

Kampf um die Spitze

Microsoft will Tablet-Markt erobern. Usability von Win 8 aber noch unausgereift.

Windows 8 - Kampf um die Spitze © Bild: Microsoft

Mit Windows 8 macht Microsoft sein wichtigstes Produkt fit für Tablet-PCs und Smartphones. Das neue Betriebssystem des US-Softwareriesen soll auch auf den mobilen Geräten laufen. Windows PCs, Handys und Tablets erhalten so eine weitgehend einheitliche Benutzeroberfläche. Das könne ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für den Konzern werden, meint die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Sollte sich die Vorhersage bewahrheiten, hätte Windows sein Ziel erreicht: den Tablet-Markt erobern.

Bisher herrscht hier Apple mit 17 Millionen verkauften Geräten im zweiten Quartal 2012. Samsung, die Nummer zwei, konnte in derselben Zeit nur 2,4 Mio. Tablets absetzen. Aber die meisten Vorab-Tests zu Windows 8 kommen zum selben Ergebnis: Noch ist das Betriebssystem nicht ausgereift. Microsoft sei es "nicht einmal gelungen, das gesamte Betriebssystem touchfreundlich oder konsistent zu gestalten", urteilt zum Beispiel das IT-Portal "golem.de".

Probleme mit uneinheitlicher Usability

Das größte Problem ist laut den Testergebnissen, dass Microsoft sich zwar eine neue Oberfläche überlegt hat, die gut mit dem Finger zu bedienen ist, aber immer wieder aus dem neuen ins alte Schema fällt. Dann bräuchte es doch wieder Tastatur und Maus, um das Tablet ohne große Umstände zu bedienen. Wer dann die Maus in die Hand nimmt, dem fehlen plötzlich viele Funktionen - so können PDF-Dokumente zum Scrollen nicht in der Mitte gegriffen und verschoben werden.

Apple mit seinem iOS und Googles Android-System sind auf dem mobilen Markt schon viel länger unterwegs. Programme für Spiele und Anwendungen, sogenannte Apps, stehen für diese Systeme schon Tausende zur Verfügung, während die Zahl der Windows 8-Apps nur schleppend wächst. iOS und Android werden seit Jahren verbessert, und die Verbraucher haben sich an diese Systeme gewöhnt. "Außerdem bleibt Apple natürlich eine große Stilikone", gibt gfu-Sprecher Stehle zu bedenken.

Trotzdem: Bisher bietet kein Hersteller eine Hardware übergreifende einheitliche Oberfläche an. Und Microsoft setzt noch auf eine zweite Entwicklung: sogenannte Hybridgeräte. Die lassen sich sowohl mit dem Finger als auch mit Tastatur und Maus bedienen und könnten künftig den Laptop mit dem Tablet verschmelzen.

Hybride Hoffnungsträger auf der IFA

Immer mehr Hersteller bringen stationäre PCs, die beide Steuerungen ermöglichen, auf den Markt. Ob der Plan aufgeht, könnte sich auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) abzeichnen, die am Freitag in Berlin eröffnet. Viele Hersteller haben schon Tablet-PCs für Windows 8 angekündigt: Dell, Lenovo, Asus, Samsung und auch Microsoft selbst.

Mit solchen Hybridgeräten würden auch einige Probleme in der Steuerung von Windows 8 verschwinden. "Die meisten Neuerungen werden erst mit einem abschließenden Test mit aktueller Windows-8-Hardware ihr Potenzial zeigen können", heißt es bei "golem.de".

Kommentare

Windows 8 wird ein Flop Die Schriftartendarstellungen und die Farben sind furchtbar. Microsoft ist in Zukunft berechtigt, die bezahlten Apps und den daraus erzeugten Content (Inhalt) auf den PCs (!) eines jeden Kunden physisch zu löschen. Mit Windows 8 wird ein weltweites Softwarevertriebsmonopol mit der Lizenz zum Schnüffeln geschaffen. Windows 8? Nein, Danke!

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