Wimbledon von

Lisicki und Bartoli im Endspiel

Französin serviert Flipkens ab und Lisicki bezwingt Polin Radwanska

Wimbledon, Marion Bartoli © Bild: Getty/AFP/Court

Die Französin Marion Bartoli atmete erst einmal tief durch. Dann schaute sie zum Himmel und schüttelte den Kopf. Es schien, als könne sie selbst noch nicht glauben, dass sie gerade zum zweiten Mal nach 2007 in das Finale des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon eingezogen war. "Es ist einmalig. Ich bin so froh. Das ist Wimbledon", sagte die 28-Jährige nach dem 6:1,6:2-Blitzsieg im Halbfinale gegen die Belgierin Kirsten Flipkens.

Im Finale des Rasenklassikers in London trifft sie am Samstag nun auf die Deutsche Sabine Lisicki, die die Weltranglisten-Vierte Agnieszka Radwanska aus Polen mit 6:4,2:6,9:7 bezwang. Gegen Flipkens hatte Bartoli nie Probleme. Bereits das erste Aufschlagspiel nahm sie ihrer Kontrahentin ab. Nach nur 27 Minuten gewann sie den ersten Satz mit 6:1.

Auch im zweiten Durchgang gelang der Weltranglisten-15. direkt ein Break zum 1:0. Zwar schaffte es Flipkens nach dem 0:3 ebenfalls, ihrer Gegnerin den Aufschlag abzunehmen. Bartoli konterte aber zum 4:1 und machte den Finaleinzug nach 62 Minuten mit einem Smash perfekt.

Flipkens ohne Chance

Flipkens war in ihrem ersten Halbfinale in einem Grand-Slam-Turnier chancenlos. Sie war allerdings auch angeschlagen ins Match gegangen. Im zweiten Satz musste sich die Weltranglisten-20. beim Stand von 0:3 aus ihrer Sicht am ohnehin bandagierten Knie behandeln lassen. Offensichtlich hatte die 27-Jährige gerade beim Aufschlag erhebliche Probleme.

2007 hatte Bartoli auf dem Weg ins Endspiel im Semifinale die topgesetzte Belgierin Justine Henin geschlagen. Im Finale unterlag sie damals der US-Amerikanerin Venus Williams. Die bisher letzte Französin, die in Wimbledon triumphierte, war Amelie Mauresmo 2006. Heute gibt sie Bartoli in Wimbledon Tipps und steht für Trainingseinheiten zur Verfügung.

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