Wimbledon Herren von

Vierkampf um den Herren-Titel

Federer und Nadal als Favoriten, Djokovic und Murray als Herausforderer

Wimbledon Herren - Vierkampf um den Herren-Titel © Bild: GEPA/Grieves

Am Montag beginnt das prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt - Wimbledon sieht seine 125. Auflage. Roger Federer und Rafael Nadal teilen sich bei diesem mit 16,4 Mio. Euro dotierten Event seit 2003 eine Art "Doppel-Regentschaft. Der sechsfache Triumphator aus der Schweiz will den Pete-Sampras-Rekord mit Titel Nummer 7 einstellen, und Nadal verteidigt zum ersten Mal einen Wimbledon-Titel.

Achtmal in Folge stand zumindest einer der beiden Protagonisten im Endspiel auf dem "heiligen" Rasen, von den drei direkten Duellen im Finale hat Federer zwei gewonnen. Das denkwürdige, schon bei eintretender Dunkelheit beendete Endspiel 2008 war aber mit 9:7 an Nadal gegangen. Novak Djokovic und Andy Murray, beides Halbfinalisten 2010, sind aber drauf und dran, diese Serie zu durchbrechen. Vorjahresfinalist Tomas Berdych aus Tschechien scheint derzeit eher nicht in der Lage, sein Kunststück aus dem Vorjahr zu wiederholen.

Die Top 4 in der Weltrangliste haben es auch bei den French Open vor zwei Wochen ins Halbfinale geschafft. Das Quartett war nach den Anstrengungen auf Sand in Paris zuletzt nicht topfit bzw. hat sich wohl auch deswegen etwas geschont. Nadal zeigte sich im Londoner Queen's Club nicht in Bestform, Paris-Finalist Federer ließ wegen Leistenproblemen das Rasenturnier in Halle aus, Djokovic fehlte wegen einer Knieentzündung in Queen's.

Murray kommt mit Triumph
Einzig Murray feierte die perfekte Wimbledonvorbereitung mit einem Queen's-Triumph, hatte zuvor aber Probleme mit dem Knöchel gehabt. Ob er am 2. Juli sein erstes Wimbledon-Finale bestreitet und seinem Land so nach 75 Jahren endlich den ersten Grand-Slam-Titel ermöglicht? Bei den Australian Open konnte ihn heuer im Endspiel nur Djokovic stoppen. Letzterer wird im Südwesten von London seinen Run auf den Tennis-Thron fortsetzen, dem Serben fehlen ja nur 65 Punkte auf Leader Nadal. Nadal ist also wie schon in Paris zum Siegen verdammt, aber selbst, wenn es ihm erneut gelingt: Heißt sein Finalgegner Djokovic, ist der heuer schon siebenfache Turniersieger nach 41:0-Siegen in diesem Jahr (bis zum Halbfinale in Roland Garros) erstmals Nummer 1 der Welt.

Doch schon in Paris war Roger Federer beinahe der lachende Dritte. Der 29-jährige Schweizer hat sich zuletzt enorm gesteigert. "Wimbledon ist für mich immer das wichtigste Ziel des Jahres", sagte Federer im Vorfeld. "Dort hat 2003 alles für mich begonnen, darum komme ich immer wieder gerne zurück."