Willkommen im nächsten Jahrtausend: Die ÖBB weiht ihren ersten railjet-Reisezug ein

Erste Neuanschaffung im Fernverkehr seit 30 Jahren 67 Siemens-Garnituren kosten 816 Millionen Euro

Willkommen im nächsten Jahrtausend: Die ÖBB weiht ihren ersten railjet-Reisezug ein

Endlich werden Fernreisen auch für österreichische Bahnfahrer bequemer. Die ÖBB haben feierlich ihren ersten Fernreisezug von Siemens vorgestellt: Der railjet ist 185 Meter lang, verfügt über 408 Sitzplätze und kann mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 230 km/h reisen. Der Hochgeschwindigkeitszug ist die erste Neuanschaffung von Fernreisewaggons der ÖBB seit 30 Jahren.

Ein "Zugstaufe" fand am 15. September in einer ÖBB-Werkstätte in Wien-Simmering statt, wo die Züge ihren Endschliff bekommen. Bei der Präsentation waren ÖBB-Chef Peter Klugar, Siemens Österreich-Vorstandschefin Brigitte Ederer und ÖBB-Personenverkehrs-Vorstand Gabriele Lutter anwesend. Das Investitionsvolumen für 67 Garnituren beträgt von 816 Mio. Euro.

Für 2009 sind 17 railjet-Verbindungen geplant, die mit elf Zügen geführt werden. Der Einsatz des railjet soll dabei stufenweise erfolgen. In der ersten Etappe gibt es ab 14. Dezember 2008 eine railjet-Verbindung von Budapest nach München (via Wien) und eine railjet-Verbindung von München (via Wien) nach Budapest. Zusätzlich verkehrt ein railjet täglich zwischen Wien-West und Budapest (hin und retour). Ab April 2009 werden weitere railjet-Züge auf der Verbindung Wien - München eingesetzt. Um den Airlines Konkurrenz machen zu können, verfügt der railjet übrigens auch über eine Premiumklasse für Businessreisende. (apa/red)