Wikileaks-Informant von

Manning droht lebenslange Haft

"Unterstützung des Feindes": Anklageschrift gegen US-Soldaten verlesen

Wikileaks-Informant - Manning droht lebenslange Haft © Bild: Reuters/Magana

Der mutmaßliche Informant der Enthüllungswebsite Wikileaks ist am Donnerstag formell angeklagt worden. Bei einer Anhörung auf dem Militärstützpunkt Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland wurden am Donnerstag die 22 Anklagepunkte gegen den US-Soldaten Bradley Manning verlesen. Am schwersten wiegt der Vorwurf der Unterstützung des Feindes. Manning droht bei einer Verurteilung durch ein Militärgericht lebenslange Haft.

Dem 24-jährigen Soldaten wird zur Last gelegt, zahlreiche geheime US-Militärdokumente zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie rund 260.000 vertrauliche Depeschen des US-Außenministeriums an Wikileaks weitergegeben zu haben. Die Veröffentlichung der skandalträchtigen Unterlagen sorgte weltweit für Wirbel. Manning soll die geheimen Daten während seiner Stationierung im Irak von Militärrechnern heruntergeladen haben. Im Mai 2010 wurde er auf seinem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Schöne Grüße an GEWISSE Personen in den Staaten und den CIA Ja ja...Amerika das Land der Meinungsfreiheit und unbeschränkten Möglichkeiten!!! Sauber sauber sauber... da sieht man mal was sich dort so alles hinter den Kulissen abspielt!! Leider!! Nun ja, wenn man sich die geschichtliche Entwicklung Amerikas vor über 500 Jahren so anschaut, darf man sich nicht wundern...zuerst wurde es mit Sträflingen besiedelt, dann kamen Eroberer und der Völkermord an zigTausenden Indianern die regelrecht abgeschlachtet wurden, später dann der Sklavenhandel, dann der Bürgerkrieg und sogar bis in die 1960er Jahre hatte man als Schwarzer noch immer Probleme einen Universität zu besuchen...Und heute wird man lebenslänglich verurteilt, nur weil man militiärische Greueltaten aufdeckt, welche an anderen MENSCHEN verübt wurden!! Und sowas will ein FREIES LAND sein??

Woodentree melden

Re: Schöne Grüße an GEWISSE Personen in den Staaten und den CIA Freie Meinungsäußerung in allen Ehren, aber überleg mal, was für horrende Strafen man mitunter zahlen muss, wenn man firmeninterne Geheimnisse ausplaudert und es kommt jemand dahinter? Und da geht es nur um Geld und nicht um Menschenleben.
Habe mich mit dem Thema grundsätzlich nur wenig beschäftigt und lebenslang ist eindeutig eine überzogene Reaktion (das ist tatsächlich typisch amerikanisch), aber gerade wenn es um Sicherheit geht, sollte Missachtung von Regeln, die es fast immer aus gutem Grund gibt, bestraft werden.
Wenn sich einer in deinen Rechner hackt und deine Daten klaut und der Presse gibt, willst du doch auch, dass der bestraft wird, oder?
Wie gesagt, lebenslang finde ich überzogen, aber man sollte mal über das Gesamtbild nachdenken, bevor man die USA kategorisch verurteilt.

Seite 1 von 1