Oktoberfest 2014 von

Das kostet Sie die Wiesn

10,10 Euro die Maß und bis zu 85 Euro für einen Zeltplatz: Wo Sie sparen können

Oktoberfest hendln © Bild: imago/Michael Westermann

"Ka Bemmerl" sind die heurigen Bierpreise am Oktoberfest: Zum ersten Mal überschreitet die Maß in diesem Jahr die Zehn-Euro-Grenze. Und auch sonst sind die Kosten auf der Theresienwiese nicht ohne - bei einer Tischreservierung muss man für Verzehrgutscheine zwischen 20 und stattlichen 85 Euro hinblättern. Wer noch Hunger oder Durst hat, beziehungsweise gerne mit einer Achterbahn fahren möchte, muss schon einiges an Geld einstecken haben. So schonen Sie Ihr Börserl.

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Klingt zunächst wunderbar: Der Eintritt auf die Festwiese und zu den Bierzelten ist kostenlos. Es müssen keine Tickets gekauft werden - nicht einmal die Tischreservierung in einem der Festzelte kostet etwas. Der Haken dabei: Erstens heißt das nicht, dass Sie einen sicheren Zeltplatz reservieren können und zweitens müssen zur "kostenlosen Tischreservierung teure "Verzehrgutscheine" erworben werden.

Oktoberfest Aussteller
© imago/Stefan M. Prager Ein Aussteller macht sich einen Jux: Natürlich kann nicht mehr mit DM bezahlt werden.

1 Maß, 1/2 Hendl: 20 Euro

In der Regel bekommen Sie für einen der besagten Verzehrgutscheine eine Maß Bier und ein halbes Hendl. Für zwei Personen sind dafür im billigsten Zelt gute vierzig Euro fällig - im teuersten sogar 170 Euro. Die am Schwarzmarkt angebotenen Zeltplätze mit Verzehrgutscheinen werden teils zu astronomischen Preisen von bis zu 3.000 Euro angeboten.

Hier geht es zu den Reservierungsbedingungen in den Festzelten 2014

Wenn Sie nachher noch Hunger und Durst haben, wird es teuer: Im Hackerzelt kostet ein Schnitzel mit Bratkartoffeln 18,90 Euro, ein Wiesnbrezn in der Ochsenbraterei kommt auf 4, 50 Euro.

Oktoberfest Aussteller
© imago/blickwinkel

Ohne Reservierung ins Bierzelt

Eine Lösung für die überteuerten Verzehrgutscheine: Theoretisch kann man auch ohne Reservierung ein Bierzelt besuchen. Zur Wiesn 2014 stehen rund 150.000 mehr reservierungsfreie Plätze in den großen Bierzelten zur Verfügung als im Vorjahr: An Wochentagen dürfen ein Viertel aller genehmigten Plätze im Zelt nicht mit Reservierungen belegt werden. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen bis 15 Uhr bleibt die Hälfte der Plätze reservierungsfrei, danach 35 Prozent. Planungshilfe für freie Plätze ist das Wiesnbarometer, das den voraussichtlichen Andrang zu bestimmten Zeiten auf dem Oktoberfest angibt.

Wiesnbarometer 2014
© Landeshauptstadt München Referat für Arbeit und Wirtschaft

Allerdings sollte man dann früh am Tag eintreffen, vor allem, wenn man mit einer größeren Gruppe unterwegs ist. Konkret: Während der Woche spätestens 14:30 Uhr, am Wochenende am besten noch vormittags - ansonsten kann man wegen Überfüllung vor verschlossener Zelttür stehen. Größere Gruppen müssen sich trotzdem auf längere Wartezeiten einstellen.

Ohne Sitzplatz, kein Bier

Nächster Haken: wer keinen Sitzplatz hat, bekommt in der Regel kein Bier und kein Essen! Sie haben also drei Möglichkeiten: Jemanden mit Platz zu bitten, für Sie zu bestellen, zu schnorren oder draußen zu konsumieren. Hier gibt es beispielsweise eine Bratwurstsemmel im Standl an der Hackerbrücke um 4 Euro oder Pommes um rund 3 Euro.

Mittags auf der Wiesn sparen

Noch billiger: Bei der sogenannten "Mittagswiesn" gibt es nicht nur in Cafés und Restaurants in München, sondern auch auf dem Oktoberfest vergünstigte Gerichte. Alle teilnehmenden Betriebe geben werktags von 10.00 bis 15.00 Uhr Rabatte bis zu 30 Prozent. Die teilnehmenden Betriebe erkennt man am Logo der Mittagswiesn, das nicht zu übersehen ist.

Oktoberfest Mädel serviert Bier
© imago/Michael Westermann

1x Toboggan für Zwei: 7 Euro

Abgesehen von der Zeltgaudi drinnen, locken draußen an der frischen Luft zahlreiche Fahrgeschäfte, Souvenirläden und natürlich bayerische Süßigkeiten. So sicher Sie nachher - aufgrund des Alkoholkonsums - erkennen werden, dass der Konsum selbiger Angebote vielleicht doch keine so gute Idee wahr, so sicher wird ihr Geldbörse durch diese Ausgaben belastet werden.

Die Preise in den Fahrgeschäften variieren zwischen 2,50 (z.B: Autoscooter) und 8 Euro (Olympia Looping). Pro Person. Kalkulieren Sie also besser im Vornherein, wie viele Fahrten für Sie leistbar sind.

Oktoberfest Hofbräu
© imago/Michael Westermann

Bei den Süßigkeiten werden Sparer mit der klassischen Zuckerwatte und dem Liebesapfel (beim Barock-Zuckerl am Familienplatz) froh - beides kostet 2 Euro.

Weniger zahlen an den Familientagen

Letzter Tipp für Familien: Damit der Wiesnspaß für die Eltern nicht zu teuer wird und sie die zahlreichen Wünsche der Kleinen erfüllen können, gibt's an zwei Dienstagen den Familientag, an dem Kinder und auch Erwachsene zu vergünstigten Preisen fahren können: der erste ist am 23.9., der zweite folgt am 30.9.2014 von 12 bis 18 Uhr.

Viele Imbissbuden schließen sich dem an, so dass Getränke und Esswaren ebenfalls zu Sonderpreisen erhältlich sind. Außerdem bietet sich die Nutzung der günstigen Angebote beim Mittagstisch in den großen und kleinen Festzelten an.

Die Preise der Fahrgeschäfte auf einem Blick

Das kosten die Fahrgeschäfte am Oktoberfest
© Abendzeitung München

Das zahlen Sie für Essen & Trinken

Das kostet Essen und Trinken am Oktoberfest
© Abendzeitung München

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