Wienerberger steigt in Südosteuropa ein: Kauft Anteile an kroatischen Ziegelhersteller

Forcierte Exportaktivitäten nach Bosnien-Herzegowina Wienerberg erwirbt wichtiges Standbein in Region

Wienerberger steigt in Südosteuropa ein: Kauft Anteile an kroatischen Ziegelhersteller © Bild: APA/Schneider

Der börsennotierte Ziegelproduzent Wienerberger baut sein Ziegelgeschäft in Kroatien weiter aus. Wie das Unternehmen wurden 25 Prozent am kroatischen Hintermauerziegelwerk IGM Ciglana d.o.o. Petrinja erworben. Darüber hinaus gebe es eine Option zum Erwerb der restlichen Anteile.

Das Ziegelwerk Petrinja befindet sich rund 50 km südlich von Zagreb. Nach einer kompletten Modernisierung im Jahr 2005 verfügt der Standort über eine Produktionskapazität von 110 Mio. NF. Im vergangenen Jahr erzielte das Werk mit insgesamt 58 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 7,5 Mio. Euro. Der Abschluss der Transaktion erfolgte am 16. Juni 2008. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Regionale Abdeckung
"Mit der jüngsten Transaktion erweitern wir unsere regionale Abdeckung und festigen die Marktstellung in Kroatien. Zudem können wir durch die Akquisition bestehende Exportaktivitäten in das Nachbarland Bosnien-Herzegowina forcieren", so Johann Windisch, für Zentral-Osteuropa und Nordamerika zuständiger Wienerberger-Vorstand.

Weitere Pläne
Als nächsten Schritt plant Wienerberger Investitionen in das bestehende Hintermauerziegelwerk in Karlovac und damit verbunden die Einführung von Planziegel, um die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Baumaterialien in der Region zu befriedigen. Die Akquisition von 25 Prozent der Anteile am Ziegelwerk Petrinja sei im Rahmen des Bolt-on Programms 2008 erfolgt.

Mit einem Marktanteil von mehr als 85 Prozent sind Ziegelprodukte der dominierende Wandbaustoff in Kroatien, so Wienerberger. Der lokale Wohnbaumarkt entwickle sich in den letzten Jahren sehr positiv, auch für dieses Jahr werde mit Zuwächsen gerechnet. Den Prognosen zufolge werden die Baugenehmigungen 2008 in dieser Region um rund 5 Prozent zunehmen, so das Unternehmen. (apa/red)