Wiener Wiesn von

Eingschenkt is'

Tagsüber freier Eintritt, Weltrekordversuch und "schwule" Wiesn

  • Bild 1 von 17 © Bild: Roland Rudolph/Wiener Wiesn

    Eingschenkt is'!

    Hans Knauß sorgte für den wichtigsten Teil der Eröffnung - das Anzapfen.

  • Bild 2 von 17 © Bild: Roland Rudolph/Wiener Wiesn

    Eingschenkt is'!

    Ein echter Steirer eben.

Wien ist zwar noch nicht München, rückt dem Vorbild in Sachen Oktoberfest aber näher: Die dritte Ausgabe der "Wiener Wiesn", die gestern startete, wurde erweitert. Die Veranstaltung dauert heuer bis 6. Oktober, also erstmals 18 Tage (im Vorjahr waren es elf, Anm.). Und es wird nun auch auf "Laufkundschaft" gesetzt. Denn tagsüber kann das Festareal auf der Kaiserwiese im Prater bei freiem Eintritt besucht werden. Und auch ein Weltrekordversuch sowie eine "Rosa Wiesn" stehen auf dem Programm.

"Die Wiener Wiesn wird jetzt zum wirklichen Volksfest", betonte Claudia Wiesner, Geschäftsführerin der Wiesn Veranstaltungs- und Kultur GmbH, in der Pressekonferenz zum Auftakt des zünftigen Events. Man habe sich entschieden, einen Gratiseintritt bis 18.00 Uhr zu ermöglichen - also auch in den drei Festzelten. Am Abend, wenn dann volkstümliche Musikgrößen wie die Alpenrebellen, Petra Frey oder Marc Pircher auftreten, können dort Einzeltickets (39 Euro) gelöst bzw. Tische gebucht werden. Insgesamt wird 400 Stunden Musikprogramm geboten.

Riesenaufwand

Und auch die weiteren Zahlen sind durchaus beachtlich. Rund 700 Tische und 1.400 Bänke wurden in den vergangenen Tagen aufgestellt, 45 Kilometer Kabel verlegt. 4.500 Feierwillige haben in den großen Zelten Platz, wobei es erstmals auch einen großen Schanigarten gibt. An den Spitzenzeiten sind insgesamt mehr als 400 Mitarbeiter im Einsatz. Pause gibt es für Personal bzw. Gäste ebenfalls: Montag und Dienstag sind Ruhetage.

So alt sind die Wiesn-Besucher

Auch zu den Besuchern gibt es statistische Daten: Im Vorjahr waren 29 Prozent zwischen 40 und 49 Jahre alt, 24 Prozent gehörten zu den 20- bis 29-Jährigen. Es folgten die andere Altersgruppen, wobei die Teenager mit zwei Prozent das Schlusslicht bildeten.

Alle Bundesländer vertreten

Ein weiterer neuer Programmpunkt sind heuer Bundesländer-Präsentationen. An ausgewählten Tagen gastiert jeweils ein Land - mit Repräsentanten, Bräuchen und Musik. Eine weitere Novität nennt sich "Rosi's Alm". Sie wird von der Kitzbüheler Szenewirtin Rosi Schipflinger betreut. In ihrer Wiener Dependance wird, anders als in den eher bierlastigen Zelten, übrigens Wein eine große Rolle spielen, wurde heute versprochen.

Attraktionen sorgen für Gaudi

Am Festgelände stehen Attraktionen wie Dosenschießen oder Nageln parat, jüngere Gäste können auf einer Strohpyramide klettern. Tagsüber gibt es weiters die Möglichkeit, sich mit Arnold Schwarzenegger oder Johnny Depp fotografieren zu lassen. Schunkeln oder Plaudern mit den Stars ist eher nicht möglich, da es sich um Wachspuppen handelt, die aus der benachbarten Madame-Tussauds-Niederlassung kommen.

Welktrekordversuch und "Rosa Wiesn"

Zwischen dem Wachskabinett und dem Festareal liegt der Riesenradplatz, der bei der heurigen Wiesn ebenfalls eine große Rolle spielt. Denn am 6. Oktober wird dort versucht, so viele Trachtenpaare wie möglich zu versammeln und damit ins Buch der Rekorde zu kommen. Zuvor, am 25. September, steht unter anderem die "Rosa Wiesn" , ein Abend für schwul-lesbische Besucher, auf dem Programm.

www.wienerwiesnfest.at

Kommentare

Wiesn mit Eintritt ab 18h, mit 3 Kindern bei ohnehin ueberhoehten Preisen. Zur Alternative in die Jedlseer Alm, da ist das ganze Abendessen drin. Musikgroessen brauch ich sowenig wie einen rosa Tag, da koennte man auch einen fuer Schwiegermuetter, Autofahrer oder Lehrlinge einfuehren.

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