Wiener Tierschutzhauses im Konkurs: Fortbestand noch bis Ende Jänner gesichert!

Masseverwalter: Dezember-Gehälter für Mitarbeiter Spendengelder fließen nur in Versorgung der Tiere

Der Fortbestand des Wiener Tierschutzhauses in Vösendorf scheint zumindest bis zum 30. Jänner gesichert. Die Prognose traf der Masseverwalter des im Konkursverfahren steckenden Tierschutzvereins (WTV), Valentin Piskernik, im APA-Gespräch. Auch das Gehalt der über 100 Mitarbeiter könne man für Dezember auszahlen. Eine fundierte Aussage über das Ausmaß der WTV-Schulden und -Außenstände könne man aber erst Ende Jänner treffen.

Bis Mitte Jänner laufe noch die Anmeldungsfrist für Schuldner. Außerdem werde man Anfang des Monats eine konkrete Inventur im Tierschutzhaus durchführen. Auch im seit Jahren schwelenden Konflikt mit der Bank Austria-Creditanstalt-Leasingtochter BAL-Helios über die Kosten und den Zustand des neuen Tierschutzhauses habe es bereits ein Gespräch gegeben. "Es arbeiten alle an einer Lösung", so der Masseverwalter.

Piskernik rief erneut zu Spenden auf. Neu eingehende Gelder würden unter seiner Aufsicht ausschließlich für den Betrieb des Tierschutzhauses fließen und nicht in die Schuldentilgung. Über die Spendenentwicklung seit dem WTV-Konkursantrag am 11. Dezember im Vorjahresvergleich könne er derzeit aber noch nichts sagen.

Auf dem Zeitplan steht als Nächstes die erste Gläubigerversammlung am kommenden Freitag. Dies sei allerdings nur als Erstinformation für die Betroffenen gedacht. Hier würden noch keine Entscheidungen gefällt, versicherte Piskernik. Interessanter sollte da der 30. Jänner werden, dem ersten Gerichtstermin bezüglich des WTV-Konkursantrages. (APA/red)