Dominic Thiem scheitert
bereits in der ersten Runde

Lokalmatador: "Das ist eine Riesen-Enttäuschung, was heute passiert ist"

von Dominic Thiem © Bild: GEPA pictures/ Mario Kneisl

"Das ist eine Riesen-Enttäuschung, die heute passiert ist", meinte Thiem in einer ersten Reaktion. Im Vorjahr war er erst im Viertelfinale nach großem Kampf dem französischen Topmann Jo-Wilfried Tsonga knapp unterlegen, auch dadurch waren die Erwartungen an den Weltranglisten-38. diesmal hoch. Haase hat zwar an dieses Turnier von 2013 gute Erinnerungen, doch zuletzt hatte der Ranking-72. nicht in Topform und seit den US Open nur bei Challengern gespielt.

Haase fand richtiges Mittel gegen Thiem

Im ersten Duell mit Thiem schien der 27-Jährige aber das richtige Mittel gefunden zu haben. Der Niederösterreicher tat sich vor allem beim Service seines Gegners schwer. "Es war sehr schwer, seinen Aufschlag zu lesen", erklärte Thiem. "Die Return-Schwäche zieht sich über meine gesamte Saison, über mein Leben. Daran muss ich arbeiten." Auch habe er als Rückschläger schlecht reagiert. "Daher habe ich viele erste nicht returniert."

Thiem startete mit einem Break zum 1:0, Haase schlug zum 2:2 zurück und holte sich nach einem Service-Durchbruch zum 5:3 Satz eins. In Durchgang zwei raffte sich der Lichtenwörther auf, einen 4:2-Vorsprung gab er nicht mehr aus der Hand. In Game vier des dritten Satzes wehrte der 21-Jährige letztlich zwei Breakbälle ab, den dritten nutzte Haase aber. Der ist ein Österreich-Spezialist, holte er doch neben dem Wien-Finale doch seine einzigen beiden Titel in Kitzbühel (2011 und 2012).

Während Haase nun am Donnerstag gegen den Deutschen Benjamin Becker um den Einzug ins Viertelfinale spielt, kann sich Thiem zumindest damit trösten, in der Weltrangliste nicht allzu viel an Boden zu verlieren. Er konzentriert sich nun auf seine Aufgaben in den nächsten beiden Wochen beim 500er-Turnier in Basel und beim 1000er in Paris, ehe es mit Anfang November beim Bundesheer zum Grundwehrdienst geht.

Jürgen Melzer steht im Achtelfinale

Die Austro-Hoffnungen ruhen nun einmal mehr auf Jürgen Melzer. Der 33-Jährige besiegte am Dienstag in Runde eins den slowakischen "Lucky Loser" Norbert Gombos 3:6,6:4,6:3. Um sein siebentes Wien-Viertelfinale geht es für Melzer am Mittwoch im dritten Spiel nach 13.00 Uhr gegen den als Nummer sechs gesetzten Kroaten Ivo Karlovic.

Gegen den 35-Jährigen aus Zagreb weist Österreichs Nummer drei einen 4:1-Vorteil im Head-to-Head auf, inklusive einem Challenger-Erfolg sogar 5:1. Der bisher letzte Erfolg gegen den aktuellen Weltranglisten-30. datiert aber aus dem Jahr 2007. Der jüngste Vergleich ging 2012 bei den Australian Open in drei Sätzen an den aufschlagstarken 2,11-m-Mann. Karlovic hatte sich in Runde eins gegen den Argentinier Federico Delbonis nach Matchball-Abwehr in drei Tiebreaks durchgesetzt.

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