Wiener Polizei ging Langfinger ins Netz: 21-Jähriger beging satte 130 Einbrüche

150.000 € Schaden bei Keller- und Autoeinbrüchen Jugendbande nach Raubüberfällen festgenommen

Um sich seine Drogensucht zu finanzieren, hat ein Mann in den Wiener Bezirken Ottakring und Hernals seit Oktober 2006 mehr als 130 Einbrüche in Autos und Keller begangen. Der Sachschaden beträgt rund 150.000 Euro. Nun wurde ein Verdächtiger festgenommen, berichtete die Exekutive.

Auf Grund vermehrter Autoeinbrüche in den selben Parkgaragen und -plätzen hatte die Exekutive die Tatorte verstärkt überwacht und am 12. Februar schließlich Erfolg. Bei der Festnahme leistete der Mann keinen Widerstand. Nach eigenen Angaben will der 21-Jährige seit Oktober jeden "zweiten bis dritten Tag" eine Straftat verübt haben. Die Ermittler gehen aber davon aus, dass der Einbrecher fast täglich zugeschlagen hat.

Bei den Kfz-Einbrüchen stahl der Täter vor allem Radios und Navigationssysteme. Die Geräte verkaufte er in Second-Hand-Shops. Wenn er in einen Keller einstieg, knackte der Einbrecher bei einem Beutezug bis zu zehn Abteile. Die Taten beging der bei seiner Mutter lebende Arbeitslose, um sich seine Drogen leisten zu können, so die Polizei. Bei der Festnahme wurde Diebesgut und Tatwerkzeug sichergestellt.

Jugendbande nach zahlreichen Raubüberfällen festgenommen
Obwohl erst 14 bis 16 Jahre alt, verbreitete eine Jugendbande in den Wiener Bezirken Wieden und Margareten Angst und Schrecken. Die Nachwuchsdiebe überfielen Passanten und raubten ihnen Geldbörsen, Handys oder Handtaschen. Beamte des Kriminalkommissariates Mitte konnte der siebenköpfigen Bande nun das Handwerk legen.

In letzter Zeit gingen bei der Polizei zahlreiche Raubanzeigen ein, die Ermittlungen wurden daraufhin verstärkt. Vorerst konnten drei Jugendliche ausgeforscht und festgenommen werden, kurze Zeit später wurden vier weitere verhaftet. Den sieben Verdächtigen werden insgesamt neun Raubüberfälle angelastet. Die Schadenssumme beläuft sich auf rund 4.000 Euro.
(APA/red)