Wiener Jugendbande verübte täglich eine Straftat: 67 Einbrüche in nur zwei Monaten

Anführer ging mit Faustschlägen gegen die Opfer vor

67 Geschäftseinbrüche im Zeitraum von nur zwei Monaten sowie zahlreiche weitere Straftaten bei einem Gesamtschaden von 60.000 Euro gehen auf das Konto von acht beschäftigungslosen Jugendlichen aus Wien-Floridsdorf. Die zwei Haupttäter im Alter von 16 und 17 Jahren konnten Ende März ausgeforscht und festgenommen werden, sechs weitere Burschen wurden auf freiem Fuß angezeigt, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Die Anführer, der 17-jährige Andreas K. und der 16-jährige Michael J., sollen mit Unterstützung von sechs weiteren Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren insgesamt 67 Einbruchsdiebstähle verübt haben. "Beachtlich ist die Beharrlichkeit und Aktivität mit der sie vorgegangen sind. Sie waren nahezu jede Nacht aktiv", sagte Oberstleutnant Horst Zeilinger zur APA.

Ihr Augenmerk richteten die Diebe auf Chinarestaurants, Gast- und Kaffeehäuser, Würstel- und Kebabstände und Blumenhandlungen, in die sie sich gewaltsam durch Aufbrechen von Fenstern oder Türen Zutritt verschafften. Vorzugsweise ließen die Jugendlichen Bargeld, fallweise aber auch Süßigkeiten und Getränke mitgehen.

Einem der beiden Haupttäter konnten auch weiter zurückliegende Straftaten nachgewiesen werden. Darunter 13 Mopeddiebstähle im Zeitraum von Juni bis August 2007. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen hat der Anführer Mopeds entwendet und nach einer Spritztour in den Marchfeldkanal in Wien-Floridsdorf geworfen.

Von August bis Dezember 2007 wurden mindestens sechs Spiel- und Kaugummiautomaten aufgebrochen und zwei Bankomatkarten gestohlen, mit denen Taxifahrten bezahlt wurden. Der 17-jährige soll außerdem zwei andere Jugendliche mit Faustschlägen Verletzungen im Gesicht zugefügt haben. (apa/red)