Wiener Jazzlokal Birdland wird geschlossen:
Gespräche mit Investoren ergebnislos

Fortführungskaution konnte nicht aufgebracht werden Geschäftsführung hat Schließung zugestimmt

Wiener Jazzlokal Birdland wird geschlossen:
Gespräche mit Investoren ergebnislos © Bild: APA/Oczeret

Das insolvente Wiener Jazzlokal Birdland wird geschlossen. Über die von Joe Zawinul mitbegründete Institution musste am 11. August das Konkursverfahren eröffnet werden. "Gespräche mit Investoren betreffend der Finanzierung eines von der Konkursantin beabsichtigten Zwangsausgleiches blieben bislang ergebnislos", teilte der Kreditschutzverband von 1870 mit.

Aus diesem Grunde wurde vom Handelsgericht nun die Schließung angeordnet. Diese war vom Masseverwalter beantragt worden, da einerseits keine Fortführungskaution von der jetzigen Geschäftsführung aufgebracht werden konnte und sich die Fixkosten andererseits auf rund 35.000 Euro beliefen. "Der Geschäftsführer der Konkursantin hat der Schließung ausdrücklich zugestimmt", so der KSV.

Auch wenn nun die Schließung der "Birdland Betriebs- und Veranstaltungsservice GmbH" angeordnet wurde, könnten die Passiva noch nicht beziffert werden. Dies dürfte sich jedoch spätestens bis zum 14. Oktober klären. An diesem Tage findet die Prüfungs- und Berichtstagsatzung statt. Mögliche Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 30. September einbringen. Birdland-Geschäftsführer Karl Resch hatte am 11. August die Passiva mit rund 500.000 Euro beziffert.

Eine Reaktion auf die nun angeordnete Schließung war von Resch vorerst nicht zu erhalten. Laut KSV war der Geschäftsbetrieb aufgrund der Sommerpause ohnehin eingestellt. Auf der Homepage des Lokals findet sich jedoch für die kommenden Tage bereits Programm.

(apa/red)