Fakten von

Wiener Festwochen - Conchita-Hits und besseres Wetter zur Eröffnung

Opening-Event am Freitag am Rathausplatz - Symphoniker und Willi Resetarits mit dabei

Conchita Wurst © Bild: APA/Hans Punz

Die heimische Song-Contest-Gewinnerin Conchita Wurst steht heuer im Mittelpunkt der Eröffnung der Wiener Festwochen. Sie wird am Freitag nicht nur als Moderatorin durch das Abendevent am Rathausplatz führen, sondern auch als Sängerin ihren Dienst tun. Als Begleitband fungieren die Wiener Symphoniker unter Peter Pejtsik. "Ich bin schon sehr aufgeregt", ließ die Diva mit Bart am Dienstag wissen.

Um 21.20 Uhr geht das Eröffnungsfest unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt los. Im Vorjahr kamen 22.000 Besucher vor das Rathaus. Setzte man im Vorjahr auf Blasmusik und lebensgroße Puppen, steht dieses Jahr die Vielfalt - vor allem in musikalischer Hinsicht - auf dem Programm. Denn neben symphonischen Darbietungen ihrer Hits a la "Rise Like A Phoenix" - Konzerte in dieser Art absolvierte die Künstlerin bereits im Brucknerhaus Linz oder in der Oper von Sydney - werden sich zahlreiche Gastmusiker neben Conchita einfinden, hieß es in der heutigen Pressekonferenz.

Die Bandbreite reicht von Soul mit Eva Klampfer alias Lylit über die Spoken-Word-Vertreterin Yasmo und ihrer Klangkantine bis hin zum neuen Wienerlied des Quartetts Ernst Molden, Willi Resetarits, Walther Soyka und Hannes Wirth. Duette mit Frau Wurst sind dabei auch geplant. Die "Willkommen Österreich"-Kombo Russkaja und MoZuluArt sind ebenfalls mit von der Partie.

Neo-Intendant Tomas Zierhofer-Kin - es ist freilich seine erste Eröffnung als Leiter - meinte, besonders Conchita, aber auch alle anderen teilnehmenden Künstler, würden die Grundidee der Festwochen repräsentieren - nämlich Lebensfreude, Vielfalt und die Akzeptanz von Anderssein. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) ergänzte diesbezüglich: "Das Neue braucht Freunde, das Neue braucht Mut. Ich bin gespannt, was da auf uns zukommt."

Conchita selbst freute sich über die "schöne Möglichkeit", als Moderatorin und Sängerin durch das Fest führen zu dürfen. Denn Wien sei "so eine herrliche, weltoffene Stadt". Einig war man sich am Podium ob des heutigen kalt-nassen Vormittags darüber, dass am Freitag sicherlich besseres Wetter herrschen werde. Tatsächlich sollte es laut derzeitiger Prognose am Freitag um einiges wärmer werden, wobei Niederschläge nicht ganz ausgeschlossen werden können.

Alle, die ohne jedes Risiko trocken bleiben, dem Event aber trotzdem beiwohnen wollen, können das via Fernsehen tun. ORF2 und 3sat übertragen das Festwochen-Kick-off live. ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl versprach, alles an Technik auszupacken, um die Show angemessen in die Wohnzimmer liefern zu können.

Die Festwochen laufen bis 18. Juni. Insgesamt sind 44 Produktionen aus 28 Ländern an rund 30 verschiedenen Standorten in Wien zu sehen.

Kommentare