Wiener Fensterputzer fiel aus der Gondel: 38-Jähriger nach Absturz in Lebensgefahr

Grund für Arbeitsunfall: Technisches Gebrechen 40-Jährige trug nur leichte Verletzungen davon

Wiener Fensterputzer fiel aus der Gondel: 38-Jähriger nach Absturz in Lebensgefahr © Bild: APA

Bei einem Arbeitsunfall in Wien-Leopoldstadt ist ein 38-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt worden. Sein Kollege hatte mehr Glück als zunächst angenommen: Der 40-Jährige trug nur leichte Verletzungen davon. Die beiden Arbeiter putzten in der Lassallestraße von einer Gondel aus die Fenster eines sechsstöckigen Gebäudes, als diese abstürzte.

Durch ein technisches Gebrechen stürzte die Gondel mindestens aus der Höhe des vierten Stocks ab und krachte auf einen parkenden Pkw und ein Motorrad. Laut Wiener Polizei stand es um den 38-Jährigen, der mit dem Christophorus 9 ins UKH Meidling geflogen wurde, sehr schlecht. Er hatte mehrere Brüche im Bereich des Kopfes sowie eine Lungenverletzung erlitten und wird künstlich beatmet.

Kollege fast wohlauf
Der 40-jährige ist dagegen fast wohlauf. Er hatte sich lediglich eine Platzwunde und einige Prellungen zugezogen. "Kaum zu glauben, dass die beiden in derselben Gondel waren", sagte eine Polizeisprecherin.

Technisches Gebrechen
Das Versagen des Sicherheitsschalters, der bei Gleichgewichtsproblemen mit der Gondel die Stromzufuhr zu dieser kappen sollte, soll für den Unfall verantwortlich sein. Aufgrund dessen soll das Gegengewicht zur Gondel immer weiter nach oben und die Gondel selbst nach unten gerast sein.

Der Pkw und das Motorrad, auf die die beiden Arbeiter samt Gondel gestürzt waren, wurden völlig zerstört. Es sei ein Riesenglück gewesen, dass sich nicht ein Mensch in dem parkenden Auto oder ein Passant auf der Straße befunden habe, meinte der Pilot des ÖAMTC-Hubschraubers.

(apa/red)