Wiener Derby von

Es soll ein Fußball-Fest werden

Das wünscht sich Austria-Vorstand Kraetschmer. Rapid bekommt weniger Tickets.

Wiener Derby - Es soll ein Fußball-Fest werden © Bild: GEPA/Ort

"Wir wollen wieder ein Fußball-Fest feiern", wünscht sich Austria-Vorstand Markus Kraetschmer vor dem 299. Wiener Derby am Sonntag (16.00 Uhr, LIVE im NEWS.AT-TICKER). Mit rivalisierenden Fan-Gruppen gab es jedenfalls seit 2008 keine Probleme mehr. Damals wurde die neue Osttribüne errichtet.

Trotzdem kommt der Sicherheit höchste Bedeutung zu. Es werden über 700 Polizei- und Security-Beamte im Einsatz sein, in der Nacht vor dem Spieltag werden Hundestaffeln partroulieren und Besucher müssen vor dem Spiel strenge Kontrollen an allen Stadion-Eingängen über sich ergehen lassen. "Wir haben in dem Gästesektor nochmals 20.000 Euro investiert und für die Video-Überwachung mit Tonkameras erneuert", erzählte Kraetschmer.

Bis Freitag waren 10.800 der insgesamt 12.500 Eintrittskarten verkauft, also noch 1.700 zu haben. Zum Derby werden erstmals nur noch rund 1.200 Rapid-Anhänger zugelassen, die wie immer von der Westtribüne aus die Rapidler anfeuern werden. "Dass Rapid nur noch 1.200 Tickets erhält, ist regelkonform, aber eine Novität, die mit dem Verein abgesprochen wurde", sagte der Austria-Manager.

Riskante Teilung der Westtribüne
Die Teilung der Westtribüne wurde mittels durchsichtigem "Plastikvorhang" vorgenommen, das Netz zum Spielfeld verdoppelt. Die Teilung habe sich bei anderen Spielen bewährt, ergänzte Kraetschmer und erklärte: "Randalierer mit Haus- oder Stadionverbot wird der Zutritt verwehrt". Diesbezüglich arbeiten Austria und Rapid, die dieselbe Sicherheitsfirma haben, sowie die Liga eng zusammen.

"Wir kooperieren sehr gut", meinte der violette Vorstand, der am Sonntag besondere Zuschauer begrüßen wird. Vom Sicherheitsausschuss des Innenministerium haben sich Vertreter angesagt. Außerdem wird Österreichs Neo-Teamchef Marcel Koller seine Derby-Premiere als Beobachter geben. Austria gibt seit rund zwei Jahren Eintrittskarten nur noch als personifizierte Tickets aus. Für die Generali Arena hat der Rekord-Cupsieger bisher rund 15.000 sogenannte ID-Cards ausgestellt.

Rapid hält sich kritisch zurück
Vonseiten Rapids hielt man sich mit Kommentaren zur neuen Regelung für die grün-weißen Fans zurück. "Wenn man einen Sektor für sich alleine hat, ist es immer sicherer, als wenn links und rechts Fans der gegnerischen Mannschaft sitzen", erklärte Clubservice-Leiter Andreas Marek. Die Rapid-Anhänger werden durch die Neuerung sowohl an der West- als auch an der Nord-Tribüne - durch die Absperrungen getrennt - von Austria-Sympathisanten flankiert.