Wiener Börse 2006 erneut auf Rekordhoch:
ATX beendet das Jahr mit deutlichem Plus

Ende Jänner durchbrach Leitindex alte Rekordmarke Aufholjagd endet mit erfolgreichem Jahresausklang

Die Wiener Börse beendet auch das Jahr 2006 auf einem neuen Allzeithoch. Bereits das sechste Jahr in Folge konnte der Leitindex ATX als Kursbarometer mit einem deutlichen Plus aus dem Handel gehen. Die am Wiener Aktienmarkt gelisteten Aktien konnten damit an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen. Der Wertzuwachs betrug 2006 21,72 Prozent.

Zwar ist das Wachstum damit gegenüber den Jahren 2004 (57 Prozent) und 2005 (50 Prozent) nicht ganz so stark, kann sich im internationalen Vergleich aber sehen lassen. In Summe entwickelte sich der Wiener Aktienmarkt damit deutlich besser als vorhergesagt. Die meisten Experten hatten zu Jahresbeginn mit einem Index-Anstieg von rund zehn Prozent gerechnet.

Die letzte Handelswoche dieses Jahres verlief wie erwartet mit geringen Umsätzen. Der ATX kletterte noch ein Stückchen weiter auf das neue Allzeithoch von 4463,47 Punkte, Wochengewinner war die zuletzt schwach performende bwin mit plus 6,63 Prozent. Während sich die Börsianer in Wien schon mit dem Einkühlen der Champagnerflaschen für den bevorstehenden Jahreswechsel widmen können, wird an den großen internationalen Handelsplätzen auch noch gehandelt.

Bereits Ende Jänner durchbrach der Leitindex die damals neue Rekordmarke von 4.000 Punkten um Anfang Mai mit knapp über 4.300 Punkten ein neues Allzeithoch zu markieren. Danach begann eine rapide Talfahrt, Inflationsängste und Gewinnmitnahmen warfen den Leitindex wieder bis auf fast 3.300 Punkte und damit unter den Schlusswert von 2005 (3.667) zurück. Erst nach sieben Monaten und einer mühevollen Aufholjagd konnte Anfang Dezember erneut 4.300 Punkte erreicht werden. Ein seit Ende November anhaltender starker Aufwärtstrend verhalf dem Index Mitte Dezember die Marke von 4.400 Punkten zu durchbrechen.

Wien erwies sich heuer einmal mehr als eine der erfolgreichsten Börsen der Welt. Wie in den Jahren davor konnten die großen Finanzplätze wie New York, Tokio und London, aber auch die meisten europäischen Börsen in den Schatten gestellt werden.

(apa/red)