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Wiener AK warnt vor unseriösem Makler

Verlangt gesetzlich verbotene Vorauszahlung

Die Wiener Arbeiterkammer (AK) hat am Freitag vor einem unseriösem Makler gewarnt. Die Firma D&E Real Estate & Finance s.r.o. verlangt von Wohnungssuchenden eine Anzahlung auf die Maklerprovision. Und das, obwohl noch gar kein Vertrag erfolgreich vermittelt wurde. "Das ist unglaublich. Eine Vorauszahlung auf die Provision ist illegal", sagte AK Wohnrechts-Experte Walter Rosifka.

Diese wird erst fällig, wenn der Kauf- oder Mietvertrag zustande kommt. Zudem verrechnet der Makler im Erfolgsfall mehr als die gesetzliche Höchstprovision. "Makler dürfen bei Wohnungs-Mietverträgen, die mehr als drei Jahre befristet oder unbefristet sind, maximal zwei Bruttomonatsmieten plus 20 Prozent Umsatzsteuer an Provision verlangen. Die zwei Bruttomieten sind eine Obergrenze, aber keine gesetzliche Fixprovision", erklärte Rosifka.

Die Grundlage für die Berechnung der Maklerprovision ist der monatliche Bruttomietzins. Das ist laut Immobilienmakler-Verordnung aber nur der Hauptmietzins plus Betriebskosten - die Umsatzsteuer auf die Miete darf nicht dazugerechnet werden. "Manche Makler sehen das gerne anders und rechnen auch die Umsatzsteuer für die Bemessungsgrundlage ihrer Provision mit hinein", sagte Rosifka.

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