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Wiener Adventmärkte - Zusätzliche Schutzpoller für Schönbrunn

Versenkbare Hindernisse werden auch an Seiteneingängen installiert

Schon im Vorjahr hat es im Schatten der Terroranschläge in europäischen Städten spezielle Sicherheitsvorkehrungen bei den großen Weihnachtsmärkten in Wien gegeben. An diesen Maßnahmen orientiert man sich auch im heurigen Jahr, wobei einige Veranstalter nachjustieren bzw. zusätzliche Schritte setzen. Im Schloss Schönbrunn werden etwa auch an den Seiteneingängen Poller installiert.

Konkret werden bei den Eingängen Hietzinger und Meidlinger Tor solche versenkbare Schutzvorrichtungen installiert, bestätigte eine Sprecherin der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB) am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Außerdem werden die schon bestehenden Poller beim Haupttor durch neue Exemplare ersetzt.

Insgesamt wurden 13 Stück angeschafft, die Gesamtkosten belaufen sich auf 150.000 Euro. Wobei die Anschaffung freilich nicht nur temporär für die Adventzeit gedacht ist. Die Poller, die bis zur Eröffnung des Schönbrunner Weihnachtsmarkts am Samstag fix und fertig errichtet sein werden, bleiben als Dauereinrichtung.

Der größte Adventmarkt der Stadt, der Wiener Christkindlmarkt - auch er wird am Samstag offiziell eröffnet -, wird ebenfalls wieder vor möglichen Anschlägen geschützt. Wie schon 2016 werden bei den Seitenzugängen an der Lichtenfelsgasse bzw. Felberstraße große Müllcontainer aufgestellt, um die Zufahrt für Fahrzeuge zu verunmöglichen. Nur werden diese heuer hinter Holzplanken, die noch weihnachtlich dekoriert werden, versteckt. Neu sind außerdem Betonquader an den Zugängen zum Rathauspark, wie Stadt-Wien-Marketing-Geschäftsführerin Gerlinde Riedl der APA bestätigte. Anlassbezogen sind auch mehrsprachige Platzdurchsagen vorgesehen.

Auf Betonhindernisse setzt man außerdem beim Weihnachtsdorf am Maria-Theresien-Platz. Sie sind bereits geschmückt und erinnern an überdimensionale Packerl. Seitens der Polizei hatte man zuletzt wiederholt betont, dass es für die Bundeshauptstadt derzeit keine konkreten Gefahrenhinweise auf einen terroristischen Anschlag gebe.

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